Unplugged Konzert mit Danjo Fernandez + Degovic + Special Guest – 23. Dezember 2014

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Man schreibt ungern Reviews über Konzerte, die einem nicht so recht gefallen haben, aber die Musiker und/oder die Location immer toll/freundlich/cool ist. Leider trifft dies auch auf das Unplugged-Konzert zu. Ich erwähne es gerne nochmal: das JUZ Illingen ist meine Lieblingslocation, ich bin dort sehr gerne, alle Menschen sind über den Durchschnitt engagiert, meinen Aufenthalt dort angenehm zu machen. Dazu kommt noch, dass ich mir den 23. Dezember immer gerne warm halte. An diesem Tag ist nämlich das obligatorische Weihnachtskonzert und man hat meist das Gefühl, dass die komplette Dorfjugend von früher an diesem Tag im Illinger Juz versammelt ist. Wahrscheinlich ist das auch so. Die jungen Erwachsenen (schlimmer Ausdruck, oder?) oder auch etwas älteren, besuchen an Weihnachten ihre Eltern und so gibt es einen tag vorher das große Wiedersehen im JUZ. Leider ruiniert das manchmal auch die Stimmung während der Akustik-Konzerte. Heuer schafften das aber die Bands auch alleine. Wie immer gab es leckere Getränkespecials, d.h. Guiness und einen sogenannten “Malibu”. Keine Ahnung, musste leider fahren… Dekoriert war das JUZ betont weihnachtlich und auch Sitzmöglichkeiten waren geschaffen.

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Los ging es mit dem “Special Guest”, der sich als “Sandmann” vorstellte. Mhm, ob der Name bei dieser Musikart angebracht ist? Es handelte sich wohl um den ersten Auftritt des jungen Mannes, der normalerweise das Schlagzeug bei In the Event of Fire einhämmert. Ich will auch nicht zu scharf mit ihm ins Gericht gehen, obwohl der Name durchaus passend gewählt war. Leicht depressiv und melancholisch angehauchter langsamer Liedermacherkram, ein paar Coverversionen, unter anderem von Jupiter Jones eingepackt. Wird seinen Weg finden und dann auch gehen, wir müssen den ja auch nicht zusammen bestreiten.

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Degovic dagegen machte seine Sache richtig gut. Man merkt dem Mann an, dass er seit 2012 schon einige Konzerte auf dem Buckel hat. Neben seinen eigenen Liedern hatte er auch einige, passend gewählte Coverversionen von Matze Rossi und Olli Schulz fantastisches Koks & Nutten. Ich fand aber vor allem seine eigenen Lieder relativ großartig, insbesondere Assrocket Love und Nie so ganz. leider störte hier die Geräuschkulisse des Publikums doch etwas. Sonst war alles großartig! Bester Gig des Abends. Seine drei Eigenkompositionen könnt ihr auf Soundcloud hören.

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Was Danjo Fernandez sich danach abhielten, war leider schon etwas peinlich. Ich steh auch nicht unbedingt auf Coverversionen bekannter Chartsstürmer, aber das war nicht das Schlimmste. Viel schlimmer waren die ständigen Spielfehler und die darauffolgenden Entschuldigungen. “Zu wenig geprobt”, “keine Zeit gehabt”… Ja, toll, das kann man meinetwegen als 08/15-Punkband mit Drei-Akkord-Schrammelmucke machen, dann fällts nicht auf, aber wenn man nur zu zweit auf der Bühne ist und ein Gerät, wie ein Cajun bedienen will, dann sollte man es wenigstens ein bisschen drauf haben. Nach dem Ärzte-Cover hatte ich dann keine Lust mehr, lümmelte noch ein bisschen rum und machte dann die Biegung.

Review: U.K.’s Lowest – s/t

U.K.’s Lowest – U.K.’s Lowest (CD – 2014 -U.K.’s Lowest Records)

Bei U.K.’s Lowest handelt es sich um vier junge Punks aus Bristol. Ihr Album fängt mit einem Ohrwurm an, welcher den Gehörgang auch nicht mehr verlässt: “Radio”. Dieser klingt nach 77′ Punk mit einer Prise Rancid. Ansonsten bietet das ganze Album weiterhin soliden Punkrock im 77er Stil. Komplett selbst sind die zwölf Songs produziert, was dem ganzen noch mehr Vintage Style verleiht. Dazu gibt es noch einen Hidden Track. Nervig ist nur dass man etwa fünf Minuten Stille nach dem letzten Song hat. Da bin ich eher der Freund von leeren Tracks.

Review: Vietcong Pornsurfers – We Spread Diseases

Vietcong Pornsurfers – We Spread Diseases (CD – Dangerous Rock Records – 2013)

Diese Scheibe ist schon ne Weile raus, seitdem hat sich auch einiges bei den vier Schweden getan. Unter anderem hat man sich in VCPS umbenannt. Die Musik hat sich seither jedoch nicht geändert. Geilen Schweinerock wird einem um die Ohren gehauen. Zwölf Songs in typisch skandinavischer Manier wie man sie sonst von den Backyard Babies oder the Hellacopters kennt! Macht Laune!

Einen Blick ins Booklet sollte man sich auch mal gönnen, denn hier präsentieren sich die jungen Schweden splitterfasernackt! Schönes Ding!!

Review: Los Pepes – Los Pepes for everyone

Los Pepes – Los Pepes for everyone (LP – 2014 – Wanda Records)

Sauberen Bubblegum/Garagepunk spielen Los Pepes auf ihrem neuen Album. 250 schwarze und rote Exemplare wurden von diesem Album gepresst und ein sehr chices Albumcover im Collagenstil umfasst das Ganze. Die Songs gehen durchweg ins Ohr und das Album schwächelt an keiner Stelle. Sehr schönes Ding. Sicherlich was für Fans von den Ramones oder Johnny Thunders!

Review: Black Sheriff – Party Killer

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Black Sheriff – Party Killer (CD – Rookie Records – 2015)

Black Sheriff durfte ich das erste mal vor bestimmt 7-8 Jahren das erste mal live erleben. Direkt verliebt! Da hatten die Jungs das „alte Kino“ in Sohren (Hunsrück) in Grund und Boden gerockt! Seitdem hat sich viel an der Besetzung geändert, was auch in der Musik bemerkbar ist. Wurde das ganze etwas langsamer, weniger Punk, mehr Hardrock. Doch das steht der Band recht gut! Sänger Glen Raviolo (ob der Name von dem Sänger der Supersuckers inspiriert ist?) hat eine unverkennbare Stimme. Das Album macht viel Spass und lässt Fuss und Kopf durchgängig im Takt mitwippen!

Review: Bums – Artikel 5

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Bums – Artikel 5 (CD – 2014 – Puke Music)

Leicht überascht war ich beim hören der neuen CD der Deutschpunkern von BUMS. Ende der 80er gegründet hatte die Band sich durch Beiträge zu den „Schlachtrufe BRD“ Samplern etc. zu einer festen Grösse im Deutschpunk entwickelt, doch so wirklich gross waren sie nie. Das neue Album erinnert teilweise jedoch an die alten, noch geilen, Slime Platten! Textlich sind die BVB Fans aus sehr sozialkritisch unterwegs. Eine DER Überraschungen des Jahres!

Review: Serpent Eater – Hyena

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Serpent Eater – Hyena (LP – Alerta Antifascista Records – 2013)

Bäm, hier bekommt man ganz schön was um die Ohren geknallt. Bisher haben die Mitglieder der Band in anderen Bands wie Hammerhead oder Tumult ihr bestes von sich gegeben. Titel wie „Ebola“ oder „Hyena“ sagen eigentlich schon alles zum Sound der Band welcher irgendwo zwischen Crust und Hardcorepunk Richtig geiler Radau! Macht ne Menge Spass, drum hoffe ich dass die Band auch mal den Weg auf die Bühnen des Saarlands findet!

Review: Sirens Of Crisis – s/t

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Sirens Of Crisis – Sirens Of Crisis (Download – 2014)

Sirens Of Crisis präsentieren auf ihrem Debut, welches sieben Songs umfasst, eine geballte Ladung Radau! Die Texte versteht man nicht und das muss hier auch so sein! Im Schnitt umfasst ein Song etwa drei Minuten, erstaunlich lange für solch einen Sound. Wahrscheinlich auch live sehr geil! Macht absolut Spass zu hören. Ein MUSS für Fans von Saint Vitus und Konsorten!

 

https://sirensofcrisis.bandcamp.com/

Review: Daily Riot/Scars Come Clean – Gegen die Tradition / Hold Fast CD

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Ach, die besinnlichen Feiertage. Da hat man endlich mal Zeit ein paar liegen gebliebene Reviews rauszuhauen. Naja, so der Vorsatz. Nachdem ich schon im Rock Hard und im Ox ein Review der Daily Riot/Scars Come Clean Split-CD Gegen die Tradition / Hold Fast CD lesen durfte, ist es nun an mir das Werk der beiden Bands zu bewerten. Daily Riot gibts schon seit über 20 Jahren. Sie stehen für kompromißlosen Hardcore-Punk aus Saarbrücken und haben schon Platten veröffentlicht als die ganzen Kickboxer von heute noch im Kindergarten ihren Pogo getanzt haben. Seit einigen Jahren setzen die fünf Mitglieder auf deutsche Texte. Die drei Lieder Gegen Die Tradition, Bis hierher und In bar sind dementsprechend auch in deutscher Sprache. Man muss agen, das tut gut und hebt damit die Band aus dem Gros der Masse hervor. Mir persönlich gefallen die ersten beiden Songs am Besten, die knallen auch schön rein. Mit das Beste, was Daily Riot jemals veröffentlicht haben. SBHC rules!

Scars Come Clean stammen aus der Saar-Westpfalz-Hood (Wortneuschöpfung von denen ;-) und sind eine SXE-Band, allerdings ohne Berührungsängste zum trinkenden Rest der Szene. Auch ihre Mucke ballert gut rein. Die Band kennt ebenfalls keine Kompromisse. Gut gemachter schneller Hardcore mit korrekten Texten und tollen Crew-Shouts. Auf facebook gibts auch ein Video zu Behind the Scene zu sehen. Leider ist die Split-CD mit knapp 15 Minuten etwas kurz ausgefallen, allerdings stellt das im Hardcore wiederum fast ein Doppelalbum dar ;-)

Die Split-CD ist für saarländische HC-Fans sicherlich unverzichtbar und sollte in jedem Haushalt stehen. Leider ist sie auf 200 Stück limitiert. Man sollte sich also beeilen. Das Album ist über Mistletree Records verfügbar. Ansonsten ist sie digital auch über beide Bandcamp-Seiten für einen geringen Obolus erhältlich.

Toxoplasma im Juz Illingen am 13.12.2014

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Konzerte habe ich im Laufe der Jahre einige besucht. Die, welche ich als “legendär” bezeichnen würde, sind sicherlich rar. Eines davon war sicherlich der Toxoplasma-Gig im AJZ Homburg für den Chaostage-Film. Und da habe ich nur “Asozial” mitbekommen, denn es (nicht ich) war einfach zu voll an diesem Tag. Als 8 Jahre später der gute Mike von Last Exit Music ein Konzert in Illingen ankündigte, limitiert auf 100 Karten, musste ich nicht lange überlegen und orderte eine der begehrten Karten.

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Den Abend eröffneten Mufasa Ozora. Ihren letztjährigen Auftritt hatte ich mit folgenden Worten besprochen: “Musikalisch war das alles gar nicht so schlecht, zumal es sich ja um eine junge, aufstrebende Band handelt. Eben eine typische Juz-Band. In einem Jahr vielleicht.” Nun, über ein Jahr später kann man sagen, dass die Band an sich gearbeitet hat. Musikalisch ging es für den Vierer aus Nuhrweiler (Wadern) ein gutes Stück nach vorn. Man präsentierte sich tight auf der Bühne und spielte die paar Songs recht gut runter. Inteliligenten Deutschpunk der nicht so üblen Sorte. Als Opener konnte man sogar ein paar der angereisten (Alt-)Punker zum Pogo überreden. Sicherlich keine schlechte Leistung. Für nächstes Jahr ist das Debütalbum angekündigt. Ein manko gab es dennoch: wie schon im letzte Review sind es die Ansagen. Einstudierte Anti-Nazisprüche braucht auf solchen Konzerten niemand. “Preaching to the converted” war noch nie mein Fall und dementsprechend gelangweilt war ich in den musikalischen Pausen.

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Burt sind ja eine meiner erklärten Lieblingsbands aus der region und enttäuschten mit ihrem Hochgeschwindigkeits-Grind auch diemsal nicht. Obwohl die Band musikalisch etwas aus dem Rahmen fiel, hatten sie viel Zuspruch und beherrschten während ihres gefühlten 50 Lieder langen Gigs in den 20 Minuten ihr Publikum. Wohlwollend wurde sicherlich auch das Crossed-Out-Cover wahrgenommen (zwei Sekunden). Wahrlich ein schöner Auftritt, bei dem Fronter Marc malo wieder alles gab. Manchmal konnte man sogar die Texte verstehen. Progressive Metal, ick hör dir trapsen. Ich freue mich schon auf die nächsten Releases. Hier noch die Setlist:

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Was danach bei Toxoplasma abging, war schlicht unfassbar. “Boah, war das geil!”, habe ich, wie ich zu Hause war der Welt via Facebook verkündet, und nun, noch Tage später kann ich nicht abstreiten, dass dies sicherlich eines der besten Konzerte war, die ich je besucht habe. Ich bin ja nicht so der Pogo-Tänzer, aber an diesem Abend verließ ich das Pit nur, um die Bilder zu schießen, Wasser (SXE) zu trinken (na gut, ich hatte vorher schon etwas Gerstensaft, außerdem war Wasser aus, Cola halt eigentlich) und aufs Klo zu gehen. Toxoplasmas Wally Walldorf ist sicherlich in die Jahre gekommen, das merkte man ihm aber nur äußerlich an. Einen perfekten Gig spielen, das kriegen nicht alle alten Altstars hin. Von Beginn an brannte Illingen, als gäbe es kein morgen mehr. Die erste Pogowelle war so hart, dass die Box umkippte und erstmal wieder aufgestellt werden musste. Danach gab es keine Pogopause. Sowohl die alten Klassiker wurden abgefeiert als auch die Stücke des neuen Albums Koeter, sehr zu empfehlen im Übrigen. An diesem Abend lief alles richtig für die Band aus Neuwied. Auch die ersten Diver flogen tief und Klassiker wie Asozial, Ordinäre Liebe und Schwarz Rot Braun wurden frenetisch mitgesungen. Ab und an gab es Bier und Schnaps für das verwöhnte Publikum. Leider mussten zwei Mann rausgetragen werden. Ich gklaube aber, die beiden später wieder im Publikum entdeckt zu haben. Kreislauf und/oder Alk, beim Pogen nicht aufgepasst… keine Ahnung. Nach dem regulären Set folgte ein kurzer Zugabeteil. Das Lied Wir warten beendete ein wirklich perfektes Konzert.

Review: Duncan Reid & the big heads – the difficult second album

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Duncan Reid & the big heads – the difficult second album (LP, 2014, Wanda Records)

Duncan Reid wurde als Bassist der britischen The Boys bekannt. Nachdem the Boys dieses Jahr seit ewigkeiten wieder ein Album veröffentlicht haben zeigt sich Duncan in den letzten Jahren wesentlich fleissiger. Immerhin hat er sein zweites Soloalbum veröffentlicht und tourt auch viel.

Im gesamten wirkt das Album eher durchschnittlich. Auf der A-Seite sind einige etwas bessere Songs, jedoch finden sich auf dem ganzen Album keine Hits. Die B-Seite hingegen ist sehr langweilig. Man hat alle Songs schonmal irgendwo gehört, keine Überraschungen, keine pfiffigen Ideen. Ähnlich wie beim aktuellen Album seiner Ex-Kollegen. Vielleicht gibt es ja ein drittes Album, da kann man dann mal was neues probieren!

Terrorgruppe, Radio Havanna, Lulu & die Einhornfarm in Wiesbaden am 13.12.2014

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Leicht angetüdelt mit ner Hand voll Freunden kommen wir rechtzeitig am Wiesbadener Schlachthof an um die Helden meiner Jugend zu sehen. Der neue Schlachthof ist leider von der Atmosphaire recht kühlt. Wenig Bilder wurden von mir geschossen, denn das Handy macht es dem Smartphonepunker nicht so einfach scharfe Bilder von noch schärferen Bands zu schiessen! Hierfür dir, werter Leser, ein fettes Entschuldigung!

Den Anfang macht Lulu & die Einhornfarm. Lulu ist Luise Fuckface von the toten Crackhuren im Kofferraum. Lyrisch liegt das ganze nah an TTCIC, musikalisch ist das ganze eher eine feminine Version von Kotzreiz. Hat vollkommen überzeugt und werd ich mir definitiv noch ein paar mal live ansehen.

Radio Havanna sind glaub ich das ganze Jahr am Touren. Leider konnten mich die Jungs noch nie überzeugen. Ich habe mir nur kurz die Band angesehen und zu diesem Zeitpunkt war der Sound sehr schwammig. Auch wenn Radio Havanna super nette Jungs sein sollen, musikalisch werden wir keine Freunde! Pluspunkt übrigens dafür dass fleissig gute Projekte wie u.a. Amnestie International unterstützt werden!

Und dann kommt die Terrorgruppe! Man ist sich für nichts zu fein, drum macht die Band zum Intro selbst die Lichteffekte mit Scheinwerfern. Los geht es mit dem neuen Song “na endlich”. Gerne lässt sich der Mc Motherfucker auch anrotzen, ganz wie die Sex Pistols früher. Becher fliegen und an hat einfach nen Haufen Spass! Fast alle Hits werden gespielt. “Ich bin ein Punk”, “Mein Skateboard”, “die Gesellschaft ist schuld”, “Tresenlied”, “schöner Strand”, “Nazis im Haus”, “Opa”,… fast die ganze Discographie steht (gefühlt) auf der Setliste. Alleine das “Wochenendticket” und “Amerika” fehlen mir. Aber man kann ja nicht alles haben. Gegen Ende gibt es noch die Arschrakete und zu “wir müssen raus”, bei dem Radio Havanna Sänger Fichte die Bühne stürmt, setzt die ganze Band noch Tirolerhüte mit Feuerwerk auf! Zwei Wochen vor Sylvester… Sauerei!

Ein super Abend und die Terrorgruppe hat eines der besten Konzerte des Jahres gespielt!

 

Review: Baby Lou – Perk

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Baby Lou – Perk (10“ – 2015 – Midsummer Records)

Eine wahnsinns Band! Touren wie bekloppt an den wahnsinnigsten Orten, egal ob Transilvanien, Brasilien oder Südeuropa: Baby Lou war vor dir da! Nach zwei super Alben und einigen Singles/Splits kommen die Könige Blieskastels jetzt mal mit einer 10“, auf der Brasilientour aufgenommen, auf Midsummer Records raus. Musikalisch eine gute Partnerschaft! Potential ein Bund fürs Leben hat diese.

Jetzt aber mal zur Musik: Monoton ist anders! Bisher hat sich bei den dreien (wobei der Drummer mit den Sticks gewechselt wird) noch nichts gleich angehört. Der rote Faden zieht sich jedoch immer schön durch. Acht Songs, viel Geschrei, einiges schön gesungen, geknüppel, musikalische Verspieltheit, all das findet man hier. Am meisten sticht der Song „Garp“ heraus. Dieser klingt stark an die schwedischen Milencollin. Eigentlich ist diese Scheibe wie ein Überaschungsei: Wenn man diese Platte SPIELT hat man SPASS und die SPANNUNG steigt stets was als nächstes kommt. Wo ist jetzt die Schokolade?

Achja, das gute Stück erscheint am 9.1. Aber nach Weihnachten spielen die Jungs auf dem 18 Jahre P-Werk Fest in Blieskastel. Mit Glück hat Santa die Platte schon früher gebracht!

Review: 2nd District – What’s Inside You!?

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2nd District – What’s Inside You!? (LP/CD – 2013 – Wanda Records (LP) / RilRec (CD) )

Richtig gut ist die aktuelle Platte von 2nd District. Elf Songs bei denen keines im Mittelmaß liegt. Die Single „The Love Has Gone“ wurde vor bereits zwei Jahren auf Vinyl veröffentlicht und der Fan wurde enorm heiß gemacht – und letztendlich alles andere als enttäuscht! Im Vergleich zu frühen Jahren wurden 2nd District etwas rockiger, doch die Nadel des Punks sitzt so stark in den Venen der Ruhrpotteler dass dieser sicherlich niemals flöten geht!

Cool ist auch dass die Band das Album selber von ihrem Gitarristen aufnehmen und mixen lies! Klingt ultra fett und zeigt dass DIY durchaus ein Trumpf sein kann!
Das Album kommt übrigens auf rotem und schwarzem Vinyl. Ich freue mich unheimlich auf die Nummer vier!

Review: Nasty Rumours – A Girl In Love

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Nasty Rumours – A Girl in Love (7“ – 2014 – Wanda Records)

Leider hatte ich bis heute nichts von Nasty Rumours gehört. Das Berner Quartett spielen soliden 77 Punkrock. Zwei flotte Songs bieten die Jungs auf ihrer aktuellen 7“ da. Keiner ist schlechter als der andere, beide etwa gleich cool! Warum gibt es B-Seiten wenn es auch zwei A-Seiten geben kann?!

Ziemlich cool kommt die Single daher, denn auf dem Cover selbst sieht man nur fünf Leute mit rotem Balken über die Augen. Die Schutzhülle vervollständigt jedoch mit einem Sticker mit Bandschriftzug das Ganze. Ziemlich coole Idee. Habe ich bisher nur bei Love A’s Debut 7“ gesehen (damals noch Love Academy), jedoch ist das ganze hier perfekter ausgeführt! Daumen hoch der Liebe zum Detail wegen!

Review: Abramowicz – Generation

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Abramowicz – Generation (Download EP – 2015)

Abramowicz aus Hamburg habe ich im Sommer im knapp 900 Mann schweren Grünspan live sehen dürfen. Sichtlich überrascht war ich was mich da erwartet hat! Gut, der Name ist schwer zu schreiben, doch die Musik definitiv keine schwere Kost! Lockeren Indie spielen die Warketin Brüder zusammen mit ihren Mitstreitern. Sehr abwechslungsreich ist das ganz! Besonders der Titeltrack „Celebration Day“ geht ultra gut ins Ohr!

Ein Manko hat diese Release jedoch: Es gibt sie nur Digital! Am 16.1.2015 erscheint der Spass, drum ladet das Teil runter dass die Band Kohle bekommt das Teil auf Vinyl pressen zu lassen! Es wäre schade diese brillanten Songs als MP3 stehen zu lassen!

Review: Bail – In Closing Memories

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Bail – In Closing Memories (LP – 2014 – Time As A Color / Stereo Dasein / Canot Pneumatique / Dingleberry Records / Pure Heart Records / Friendly Otter)

 

Ein Album, drei Jungs, sechs Labels, zehn Songs, Zwölf Inch und unzählige Musikgenres durcheinander gemischt. So kann man die neue Scheibe der westfälischen Band Bail in Zahlen umschreiben.

Auf ihrem neuem Album zeigen sich Bail sehr abwechslungsreich. Man bedient sich an so ziemlich jedem Musikgenre. Punk, Indie, Rock,… alles dabei und sehr gut zusammengewürfelt. Schnelle Lieder, langsame Lieder, alles geht! Alles geht gut! Stimmlich erinnert mich das ganze etwas an Ex-Revolvers Sänger Uwe Umbruch.

Das Album soll bis zum Fest auf Vinyl erscheinen. Liebevoll handgefertigte Siebdrucke sollen das Vinyl schön verpacken!
Ich bin gespannt auf das schöne Package! Absoluter Tipp für alle die auf experimentelle Musik stehen!!

Review: Deep Shining High – Some Words

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Deep Shining High – Some Words (7“ – 2013)

 

Kenny, Paul und Willy sind drei Freunde aus Dresden die gerne zusammen musizieren. Das hört sich jetzt alles ganz friedlich an, friedlich klingen tut es im Endeffekt jedoch nicht! Flotter Punk der etwas an Casualities erinnert. Vier Songs die im Ganzen sehr gut ins Ohr gehen liefert das Trio auf ihrer Debutsingle ab. Ich bin auf ein ganzes Album sehr gespannt! Hier kann noch einiges kommen!!

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TDWF + Saeven Sins + Against Remain + Maskros + Visaya + Retrace the Step im JUZ Schiffweiler am 14. November 2011

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Man sollte Konzerte während des< a href=”https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wartungsbausteinwettbewerb/Herbst_2014″> Wikipedia-Wartungsbausteinwettbewerbs, bei dem ich sehr aktiv bin, verbieten. Denn dann müssten die Bands nicht ewig auf ein Review warten. Mein erstes Mal im JUZ Schiffweiler und ich muss sagen, das JUZ gefällt doch sehr gut. Hat mich überzeugt, auch wenn es natürlich Illingen nicht ersetzt. Schön geräumig, leider wieder mal ein Posten mitten auf der Bühne, aber sonst rein platztechnisch echt schön. Sechs Bands hatten sich angekündigt. Erwartungsgemäß verpasse ich immer eine. im Normallfall The Day We Fall. Da diese aber quasi Headliner waren, traf es diesmal Retrace the Step.

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Als ich ankam waren gerade Against Remain am Zocken. Und die hatten alles, was ich beim GaS goes Rock bei Indelicate vermisst habe. Wie die vorgenannten spielt die Band Alternative-Punk, doch sie haben die gewisse Rotzigkeit, die mir bei solchen Bands gut reingeht. Live legten sie sich auch gut ins Zeug, obwohl gar nicht mal so viel los war. Gute Band, weiterzuempfehlen.

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Visaya waren die nächsten. Eine Band, die auf Grund ihres sehr experimentellen Screamo-Hardcores sehr schätze und auch schon mehrfach live gesehen habe. Leider hatten diese an jenem Abend viele Soundprobleme. Das Schlagzeug wollte nicht halten und wurde mit einem Backstein geflickt, eine Seite am Bass riss, der Gesang war zu weit hinten usw. usf. Etwas, was andere Bands normalerweise durch geschicktes Gequatsche lösen, aber nicht so diese Band. Nun denn, Ansagen passen eben nicht so richtig ins Konzept. Leider hatten sie dadurch aber auch den geringsten Publikumszuspruch, obwohl die Musik wirklich super war.

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Ein bisschen die Show stahl ihnen auch Maskros, quasi die Brüderband. Ebenfalls nur drei Leute und ein ähnlicher Musikstil. Jedoch meines Erachtens einen Ticken eingängiger als Visaya. War daher auch mehr vor der Bühne los. Hatten auch weniger technische Probleme. Schöner Auftritt.

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Wegen The Day We Fall waren wohl die meisten Leute gekommen, das merkte man dann auch recht deutlich. Das letzte Mal vor zwei Jahren gesehen. Ich muss sagen, wirklich beachtlich, wie sich die Band entwickelt hat. Sie werden von Mal zu Mal besser, sind nicht gerade bewegungsfaul und machen auch tolle, geradlinige Aussagen auf der Bühne. Ihr Songmaterial hat es in sich. Mit Abstand die beste Band des Abends. Sogar ein paar dämliche Dance-Moves im Publikum gabs zu beobachten. Naja, wems gefällt. TDWF sind auf jeden Fall eine Macht, mit der man rechnen muss.

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Saeven Sins haben ja immer Probleme im Konzert-Line-Up. Entweder als erstes oder, wie an diesem Tag hinter dem Quasi-Headliner platziert. So versorgten sie die verbliebenen Gäste mit ihrem tollen metal-lastigen Hardcore. Blöde Kommentare aus dem Publikum wusste man gut zu kontern und so gings kurz nach Mitternacht noch mal voll auf die zwölf. Schöner Gig! Insgesamt ein wundervoller Abend mit tollen Bands.

Review: Blinker Links – Der Liebe Gott sieht alles/Wir sind doch keine Raggeaband

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Blinker Links – Der Liebe Gott sieht alles/Wir sind doch keine Raggeaband  (Bakraufarfita Records – Download – 2014)

 

Blinker Links ist keine Unbekannte mehr im Deutschpunk. Doch bis heute haben die Ur-Kölner/Wahlberliner es nicht geschafft ihre beiden Alben online zu vertreiben. Diese Aufgabe übernimmt jetzt das Berliner Label Bakraufarfita Records (Schrappmesser, Divakollektiv,…).

Gut, was neues kommt hier jetzt nicht da es sich ja um zwei Re-releases handelt die ich in einem Review hier behandele. Klingen tut das ganze irgendwo zwischen Chefdenker und Eisenpimmel. Sehr lustige Texte wie „mir tut der Pipimann weh“, „Metallica waren mal geil“ oder „der Bruder ist ein Hurensohn“. Macht durchweg Spass zu hören!

Ein drittes Album ist übrigens in Planung! Grund genug sich das alte Zeug zuzulegen um die Zeit bis der neue Kram raus ist zu überbrücken, oder?

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