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Rock am Bach 2010 [Review by htrd]

[box type=info]Dies ist ein Gastbeitrag von Sven Klein (htrd Grfx), der das vorgestern zu Ende gegangene Rock am Bach Festival 2010 resümiert. [/box]

Donnerstag

Angekommen abends zwischen 21.00 Uhr und 21.30 Uhr waren auch schon die ersten vier Euro fällig, die nicht angekündigt waren, fürs Parken auf dem Festivalparkplatz aber erforderlich. Nach kurzer Schlepptour zu dem Campinggelände war dort schon ordentlich was los, war ja aber auch seit 16 Uhr geöffnet. Ein paar gute Campingstellen waren dennoch abzugreifen. In ordentlicher Festival-Camping-Manier fand man dann auch schnell sympathische Leute zum Dazugesellen um ein paar Bier zu zischen und den ein oder anderen Schnaps gabs dann auch.

Freitag

Nachdem die erste Nacht rumgebracht war und der Besuch des nahegelegenen Schwimmbads wegen Katzenbefall im Schädel ins Wasser fiel (welch wortgewandtes Sprachspektakel!), standen am Freitag dann die ersten neun von insgesamt 18 Bands an. Trotz des warmen Wetters konnten sich dennoch auch schon mittags einige Festivalbesucher breitschlagen sich in die Festivalarea zu begeben, die nach einem kurzen Marsch recht schnell erreicht war. Nach ein paar Verkaufsständen von Schmuck, Shirts, Schuhen etc. und den restlichen gewohnten Ständen, gab es auch Außergewöhnlichere Dinge wie ein Überschlagssimulator beim Stand vom ADAC. Aber das Ding drehte sich viel zu langsam um irgendetwas zu realistisch darzustellen (Bullet-Time gibts leider nur in Computerspielen) und außerdem drehte sich sowieso noch Alles von alleine im Kopf. An allem vorbeigelaufen fand man dann die Stage inkl. ausreichend Platz vorne dran auf einem Fußballhartplatz.
Auf der Bühne fand man mittags z.B. The Haunted oder Crowbar, die zu Unrecht im Hellen spielen mussten und auch zu Unrecht nur im Kleingedruckten standen. Für die harten Kerle kamen Converge auf die Bühne, auch eine Band, die man bei einer Gelegenheit nicht verpassen sollte. Headliner des Tages waren zur späterer Stunde WIZO, mit Aufforderung zur Gewalt und Flogging Molly, die mit 80 Minuten die längste Spielzeit bekamen. Immerhin lockten diese sogar Fans an, die komplett grün angemalt/angezogen waren und sich die Zeit bis zum Beginn mit kostenlosen Umarmungen vertrieben.

Samstag

Samstags war es auf Grund des Wetters nur für die Hartgesotteten möglich die Bands am Mittag anzuschauen und viele Anhänger der neumodischen Szene können mit gutem alten Thrash Metal sowieso nichts anfangen. Also war man damit beschäftigt in der Hitze zu überleben und vertrieb sich die Zeit in St. Wendel. Nicht ganz so von schwarz überzogen wie einmal jährlich Wacken, aber unterwegs trifft man doch noch ein paar Festivalbesucher. Doch trotz Hitze begann um 18.15 mit Napalm Death das Pflichtprogramm. Nach den harten Klängen der Engländer kamen Suicidal Tendencies und Sick Of It All. Letztere Band brachte wohl die meiste Stimmung überhaupt auf den Bolzplatz. Die NYHC-Legende brachte immerhin einen Circle-Pit von vor der Bühne bis zu den ersten Essens- und Getränkeständen rund um den Turm zu Stande. Das konnte der Headliner Killswitch Engage danach auch nicht mit der Ansage des größten Circle-Pits “ever” übertrumpfen.

That’s it…

Rückblickend war es, trotz des heißen Wetters ein super Festival auf einer super Location. Immerhin gab es sogar eine stufige Liegewiese von der man die Bands betrachten konnte. Etwas nervig ist das einzutauschende RaB-Geld, das man benötigt um sich vor Ort Getränke und Nahrung zu besorgen. Mit einem Kurs von 1 € = 1,20 RaB und dem Vor-/Nachteil, je mehr man kauft, desto besser ist der Kurs, verliert man schnell die Laune an den Ständen Getränke zu kaufen. Zumal es noch Pfand auf Einwegplastikbecher gibt, um sich die Aufräumarbeiten zu erleichtern. Auch der ein oder andere weitere Punkt könnte für die Besucher angenehmer gestaltet werden, wie z.B. das Duschen. Konnte man an einem Tag mit einem RaB-Geldschein sich Eintritt zur Dusche verschaffen, brauchte man am nächsten Tag einen anderen Bon, für den man nochmal Zuschlag zahlen musste. Beim dritten Mal hatte man sogar teilweise die Gelegenheit ohne jeglichen Bon in die Dusche reinzuhuschen.

Die negativen Punkte sollen aber gewiss ein solches lohnenswertes Festival nicht in den Schatten stellen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, lohnenswert aber ist auch sich ein Frühbucherticket zu holen, denn im Vergleich zum Summerbreeze (66 € inkl. Camping, bei RaB kostet das Camping extra und man kommt auch auf +/- 60 €), kann da mit dem Preis-Leistungsverhältnis nocht nicht alles im grünen Bereich sein. Um nicht mit negativer Kritik zu enden, kommt noch etwas Erfreuliches: SÜßE KATZENBABIES.

[box type=info]Dies ist ein Gastbeitrag von Sven Klein (htrd Grfx), der das vorgestern zu Ende gegangene Rock am Bach Festival 2010 resümiert. [/box]

 

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