Saarland Underground Metal Sampler 2010 [Rvw by metal.de]

Schon 4 Tage alt, aber deswegen nicht weniger ernüchternd ist das Review zum diesjährigen SUMS von metal.de. Vorab muss man sagen, der Mann hat Eier, immerhin sagt er, was er denkt. Für mich indes kaum verständlich, wie jemand mit derartigem Hang zum Erbsenzählen auf ein solches Review losgelassen wird. Da muss man jetzt einfach mal die Fahne für das Heimatbundesland hochhalten!
Immer wieder liest man, der Sound sei dünn, die Produktion nicht fett genug, grob gesagt es fehlt Schmackes. Songwriting ist nichts, highlightlos, lalala. Tatsache ist, es ist doch ein Underground Sampler. Das ist kaum gleichzusetzen mit einem Roadrunner United-Epos oder ähnlichen Compilations großer Bands (Ich will hier keiner Band unterstellen, dass sie weniger wert sei als das ;) ). Aber man muss aufm Boden der Tatsachen bleiben. Für viele Bands ist oft die Produktion eines einzelnen Songs in brauchbarer Qualität für den SUMS schon ein Gewaltakt, denn nicht jeder hat die Mittel, das professionell zu machen und es kennt ja auch nicht jeder einen Hobbytontechniker mit Heimstudio, der dann zufällig noch den Sound von Heaven Shall Burn auf der Platte hat. Underground ist nunmal Underground. Und das ist auch gut so. Gemeinhin muss man sagen, hat sich der Sound des SUMS in den letzten Jahren stetig verbessert und die Platte ist ein echter Mehrwert geworden. Trotzdem sollte man nicht zuviel davon erwarten.
Im Weiteren gewann ich während des Lesens den Eindruck, der Schreiber ist ein wenig festgefahren in der Death- und Blackmetal-Schiene und den 80er Jahren. Will ihm keiner nehmen, aber es entstehen kaum qualifizierte Reviews über Sampler, die von Progressive-Rock bis Blackmetal reichen, wenn der Schreiber sich dem nicht öffnet.
Letzten Endes bleibt zu sagen: Klar, man sollte ehrlich sein und seine Meinung klar vertreten. Andererseits darf man gerade bei Underground Samplern nicht vergessen, woher sie kommen und was sie repräsentieren: Den Underground. Gerade im Saarland ist das eine vielschichtige Masse an Musikern und Bands, die sich zum Glück jedes Jahr wieder auf dem SUMS vereinen. Bands wie Joker’s Drive, Heralder und Icon, die seit Jahren dabei sind und damit auch deutlich machen, wo sie herkommen (nämlich aus dem besten Bundesland der Welt ;) ), geben dem Sampler ihre Stimme und ihren Sound und damit seine Identität als regionales Kulturgut, das zumindest für mich in der Szene nicht mehr wegzudenken ist. Jemand, der nicht hier lebt und in der Szene nicht beheimatet ist, kann das nicht verstehen, ist dem vielleicht auch einfach über. Was zählt ist, dass wir das gute Stück zu schätzen wissen und dass er auch jedes Jahr brav erscheint.
Auch wenn das nun ein Pamphlet zum Pamphlet war, muss es doch mal gesagt werden. Letzten Endes auch für die Bands auf dem Sampler ein Aufruf, Instanzen wie metal.de nicht zu ernst zu nehmen. Nur ein bisschen ;)
Die besten Worte zur Beschreibung des Reviews liefert der Autor selbst. Für mich, ganz klar:
Verzichtbar
Teile und herrsche
Ähnliche Beiträge
Comments
Weiter, weiter...





Jo zumal solch unseriöse Kritik nicht aus der "eigenen" Szene kommen muss. Das machen schon genug andere Leute, die in der Musik nicht mehr als Krach und Geschrei sehen.
Aber immerhin fällt die unseriöse Kritik bei manchen auf sie selbst zurück :p
- spam
- offensive
- disagree
- off topic
LikeHab mir das auch mal von dem durchgelesen. Also ich finde auch, dass man so nicht über Undergroundbands schreiben braucht, etwas mehr konstruktive Kritik wäre da schon angebracht und ich bin nicht geprägt vom saarländischen Patriotismus :P
neckbreaker gibt übrigens genauso gedanklichen Dünnschiss von sich, wenn es um neumodische Musik geht. Geht übrigens auch um Szenebands und ist immerhin auch im Saarland ^^ http://www.neckbreaker.de/Konzerte/Rock-Area-Battl...
- spam
- offensive
- disagree
- off topic
LikeJa an den Artikel erinnere ich mich noch. War damals auch da und fand das Bandaufgebot eigentlich ziemlich gut. Einige Schreiberlinge von Neckbreaker sind ja ähnlich festgefahren in dem, was sie mögen, die der Herr von metal.de. Ich finds immer wieder schade. Man kann und muss nicht alles mögen, aber Bands musikalisch abzuwerten und zu beleidigen muss dann auch nicht sein. Besonders nicht, wenn man sich als seriöses "Magazin" gibt. Rumgenöle und Runtermachen ist auch nicht gerade Metal, wenngleich böse ;)
- spam
- offensive
- disagree
- off topic
Like