Bäh. Arg verspätet folgt hier nen Abriss zweier Konzerte, die wir in den letzten knapp 3 Wochen besucht haben. Eines davon am 25.09. in Otzenhausen, das andere am 02.10. in Lebach. Bitter Atonement hat gleich auf beiden Konzerten gespielt, daher pack ich die beiden Gigs nun auch in ein Review.
Bitter Atonement @ Jugendclub Otzenhausen, 25.09.10
Nach nem recht langen Trip den wir hinter uns hatten (Alex, Saskia und ich aus Saarlouis, in Eppelborn ist dann Marta “zugestiegen”) gelangten wir abends mit einiger Verspätung in Otzenhausen an. Allerdings gerade noch rechtzeitig, troz vieler Widrigkeiten, die uns ereilten. Die Straße nämlich, in der der Jugendclub laut (unglaublich aktueller!) Website des Vereins sein sollte, war nicht die gleiche Straße wie die, in der er eigentlich war. Ha! Prinzipiell befanden wir uns quasi auf der Rückseite der Hunnenringhalle, nachdem wir unserer Karte in ein Wohngebiet gefolgt sind. Nach 10 Minuten Suchen und Umplanen, trafen wir dann einen recht gut gelaunten und nicht mehr ganz nüchternen Ortsansässigen, der uns den rechten Weg wies. Wie gesagt, wir waren quasi auf der Rückseite – irrwitzig nah dran. Jedenfalls war uns recht schnell klar, dass wir da richtig sind, nachdem wir auf den von Langhaarigen bevölkerten Parkplatz auffuhren.
Also schnell zur Kasse und rein da. Zu meiner großen Überraschung war der Jugendclub rauchfreie Zone, was für mich immer ein sehr wertvoller Aspekt an einer Location ist. Verquarzte Buden kann ich nich ab, das vermiest einem das beste Konzert. Leider machte die Nebelmaschine Dampf genug um dennoch die Lungen zu belegen und die kaum vorhandene Lüftung im Raum zusammen mit den gefühlt 100 Personen und der vielen Technik sorgte für ne ordentliche Grundwärme lange bevor auch nur ein Kopf geschüttelt wurde. Der Raum selbst ist mit Theke und Bühne ausgestattet und war an diesem Abend mit Beschallungs- und Lichttechnik zum Bersten vollgestellt. Fast schon zuviel für einen Raum dieser Nicht-Größe, aber wie sich rausstellen sollte, war der Mann am Mischbrett ziemlich gut in seinem Job und entsprechend fett war auch der Sound des Abends.
Nun gut. Bitter Atonement spielten als erste von 3 Bands an diesem Abend. Die beiden anderen, Crucifixion und Odium werde ich nicht ver-reviewen. Crucifixion entspricht in keiner Hinsicht meinem Musikgeschmack und ich bezweifle, dass ich da objektive oder sonstwie wertvolle Aussagen treffen könnte. Odium haben wir nur für 3 Songs gesehen und sind danach gegangen, weils langsam echt ungemütlich warm wurde in dem Räumchen. Was ich gehört habe, hat mir jedoch, bis auf den Gesang, sehr gut gefallen. Die Instrumentalisten und die stark an eine gewisse Avatar-Schauspielerin erinnernde Bassistin hatten nen Bombensound und songtechnisch geiles Material auf der Platte. Nicht so gut fand ich die scheinbar an Megadeth angelehnten Gesangseinlagen des Frontmannes. Muss aber jeder für sich selbst rausfinden. Also, auf zu BA…
Der Gig in Otzenhausen war für die Jungs und Mädels von BA der 2. überhaupt in dieser Formation und für mich der 2. den ich gesehen hatte ;) Für Alex übrigens auch. Nach dem Gig im Barlu, welcher dann für uns alle der 3. gemeinsame Gig war, kann man uns durchaus als Fanboys bezeichnen. Jedenfalls merkte man nichts davon, dass die Bühnenerfahrung als Gruppe sich auf einen Auftritt im Devils Place beschränkte – da wurde wieder hart gemetalt. Die Anzahl der Songs auf der Setlist kann ich mir nach wie vor nicht merken, ich weiß aber, dass es mindestens einer mehr war als im Devils Place – nämlich ein Song, der mit Akustik-Gitarre einsteigt und nachher vom Leadklampfer nen artistischen Wechsel zur auf den Rücken geschnallten E-Gitarre abverlangt. Coole Sache, bisher hats immer geklappt.
Eben dieser Song war für uns an dem Abend (so wie für alle andren wohl auch) neu, gefiel mir aber zusammen mit dem letzten Song der Setlist am besten. Ausgelegt ist der Song offenbar auf Svenja, die Cleansängerin, denn die hat deutlich den größten Anteil an Text – anfangs sanfte Stellen sowie später, mit Einsetzen der Verzerrung bei den Gitarren auch nen richtig heftigen Chorus. Und eben der bereitet mir echt Gänsehaut. 2 mal gesehn, 2 mal total genossen. Der Song an sich und die gesangliche Leistung im Besonderen ist bewundernswert und ich persönlich kann davor nur den Hut ziehen. Muss mir das sicher noch 10 mal live reinziehen um das ausführlicher beschreiben zu können (nen Großteil der Songs auf den 3 Konzerten hab ich im Halbsuff erlebt), aber alleine wegen der Nummer muss man die Band mal gesehen haben.
Ebenso hitverdächtig ist Patrick, der Mann an der Leadgitarre und Sample-Knauper. Ich persönlich hatte während der Songs ja immer mal wieder den Bedarf mich zu erhängen, weil ich wohl nie in der Lage sein werde, derartige Solos auch nur ansatzweise spielen zu können. Wenn ich Alex’ Gesichtsausdruck richtig gedeutet habe, hatte er ähnliche Gedanken. Einfach ganz großes Ohr-Kino was da rüberkommt.
Sehr geil fand ich auch die Otzenhausener, die auf “STAHL” immer brav mit “TITTEN – ALKOHOL” reagierten. Scheinbar das Clubmotto der Celtic Warriors Otzenhausen. Mehr dazu im Barlu-Artikel ;)
Bitter Atonement @ Barlu Lebach, 02.10.10
Naja, ich könnte das jetzt nochmal kopieren um den Artikel künstlich in die Länge zu ziehen, aber das spar ich mir mal. Auch dieser Abend war ein sehr gelungener, zumal wir die Jungs und Mädels endlich mal persönlich kennenlernen durften, immerhin spielten wir mit ihnen und Sirens Legacy an diesem Abend zusammen im Barlu. Brauch da ja jetzt net viel zu beweihräuchern, soviel aber sei gesagt: War der geilste Gig den wir je spielen durften, insbesondere durch die Tatsache, dass wir nachher nen Band-und-Anhang-Stuhlkreis hatten und noch ordentlich einen zusammen zischten. Super coole Sache, der ganze Tag war recht locker. Damit auch ein dickes Danke an Bitter Atonement und Sirens Legacy für das Bereitstellen der Technik und das Aushelfen mit weiterer Technik, als unsere den Geist aufgab. Das trifft doch den Underground-Geist, den wir eigentlich alle brauchen. Ohne gehts net weiter auf der Karriereleiter. Und ja, ich hab nen Fortgeschrittenen-Kurs im Rhymen besucht.
Ausgezeichnet hat sich der Auftritt von BA an diesem Abend durch eine Zugabe (Wiederholung des vorletzten Songs soweit ich weiß) und cooles Abfeiern mit uns Besuffskis vor der Bühne ;) Ich sag nur “Eiersalat”. In jedem Fall dürfte Bitter Atonement ne gig-reiche Zukunft haben. Musikalisch und auftrittstechnisch ist das echt was fürs Auge und fürs Ohr, da erwartet uns bestimmt noch mehr. Wenn ihr also mal berühmt seid und nen Roadie braucht… ;)
Sirens Legacy
Für mich wars das erste mal mit Sirens Legacy und ihren Seeleuten und ich fands ziemlich cool. Ich war nie ein großer Fan von Nightwish und Lacuna Coil, aber zumindest live kann ich der Musik doch einiges abgewinnen. Macht echt Spaß. Prinzipiell fand ich nur eine Sache echt komisch. Sirens Legacy standen vormerklich erstmal auf der Bühne um den abschließenden Soundcheck zu machen. Eigentlich hatte ich erwartet, dass, nach Beenden des Checks, die Band die Bühne verlässt und noch ne Ecke wartet, bis der Laden voller wird. Der Besitzer sah das glaube ich ähnlich. Stattdessen ging man direkt vom Soundcheck-Song in den Gig über. Ob das jetzt nen eigenes Bewegungsmoment entwickelte und so gar nicht geplant war vermag ich nicht zu beurteilen, aber es war für viele ein bisschen verwirrend. Der zweite Aspekt, der zu dieser Verwirrung führte war der, dass sich die Band eingangs nicht vorgestellt hat. Eigentlich konnte man nur dem Banner entnehmen, wer da gerade spielte. Fand ich ein bisschen schade, gehört sowas für mich doch zum Grundgerüst eines Auftritts. Als Zuhörer und potentieller Fan muss ich doch wissen, wessen Musik ich mir am Folgetag auf Myspace suchen gehe.
Das ist aber auch das einzige, was mir so aufgefallen ist. Sirens Legacy spielte einige Coversongs sowie auch eigene Stücke in durchweg professioneller Manier. Die Frontfrau hat ne Hammerstimme und brachte die Songs auch gut rüber. Der Gesamtlook der Band passte auf jeden Fall auch – die Ladies in schönen Gothic-Kleidern und die zwei Jungs dezent in Schwarz :) Cool finde ich auch, dass da ein Gesamtkonzept gespielt und gelebt wird. Phönixfedern, die man im Barlu hinterlässt und die Seeleute, mit denen man abfeiert (Die Fans – analog zu dem Song “Sailors(?)”). Sowas mag ich.
Jenny, die Frontfrau, feierte am Folgetag ihren Geburtstag und wurde entsprechend nach dem Auftritt allgemein beglühstrumpft und im kleinen Kreis von Sirens Legacy im Anschluss an die 3 Gigs noch gefeiert. Eindeutig eine coole Art, seinen Geburtstag zu verbringen.
Wir werden uns ja noch öfter sehen, vormerklich auch auf Konzerten die wir zusammen spielen – und ich freu mich drauf. Was ich SL allerdings gerne mit auf den Weg geben würde, ist ein bisschen mehr Stage-Acting und die Kommunikation mit dem Publikum. Da wir das aber alle immer und ständig lernen und verbessern müssen, ist das nur ein Proforma-Wunsch für die Zukunft. Ich denke, bei Sirens Legacy ist für die Zukunft noch ne Menge drin, das ist ne Formation die man sich gerne öfter ankuckt.
Hicks…
Naja. Inner Riot vertexte ich hier mal nicht, es schickt sich nicht, über sich selbst zu schreiben. Beide Gigs haben mir sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf weitere gemeinsame Shows mit den beiden Bands. Vor allem hab ich Bock auf die Otzenhausener. Ich hab das mit dem “STAHL” in Lebach auch mal probiert und muss vermelden: Mission geklückt. Find ich sehr geil. Habe mich an dem Abend sehr wohl gefühlt, das Female Voices Konzept in Lebach ging nicht ganz so gut auf, wie ich mir das erhofft hatte, aber das wird noch. Ich denke, wir bleiben an der Sache dran und holen uns nochn paar Bands ins Boot. Herlader, Une und Autumnight waren da im Gespräch, mal sehen ob die daran Interesse haben.
Ansonsten, Bitter Atonement und Sirens Legacy, wenn ihr mal Freikarten über habt und jemanden braucht, der euch vor der Bühne feiert und sonstwie beisteht, denkt an uns ;)
Insofern,
Cheers
Teile und herrsche
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Comments
Weiter, weiter...











Ich fand den Abend einfach nur Spitze und möchte mich auch hier bei allen teilnehmenden Bands sowie Gästen, Fans und "Seefahrern" bedanken. Freue mich auf weitere Gigs die auch kommen werden. Inner Riot wird das nächste mal schon am 15. Januar bei mir spielen.
In diesem Sinne.
Euer Chris vom BArLU / Lebach
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Like:) Sehr schönes Review, konstruktiv, direkt, gefällt!
Und ja, "The Sailors" haben wir für unsere Seefahrer geschrieben, hast du also korrekt erkannt!
Und nochmal ja, der Gig war der Hammer!
MFG,
Benne von Siren's Legacy
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Like"Ich persönlich hatte während der Songs ja immer mal wieder den Bedarf mich zu erhängen, weil ich wohl nie in der Lage sein werde, derartige Solos auch nur ansatzweise spielen zu können. Wenn ich Alex’ Gesichtsausdruck richtig gedeutet habe, hatte er ähnliche Gedanken. "
Nun ja... Was soll ich dazu sagen außer: Ouh ja, mein Freund ^^
War n hammer Abend
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