Am vergangenen Samstag war recht viel los in unserem Bekanntenkreis. Konzerte, Geburtstage, andere Feste. Ein Konzert und zwei Geburtstage konnte ich an diesem Tag mitnehmen und zumindest das Konzert ist Thema dieses Artikels.
Es spielten für uns auf Meat my Mum, Sky of Calvaria und Chaindizer in ebendieser Reihenfolge im BarLu in Lebach. Manuel, Dennis und ich fanden uns zeitig im BarLu ein, um nichts zu verpassen und schon mal für den Geburtstag vorzuglühen (zumindest der Dennis – ich musste fahren). Mit Meat my Mum und Sky of Calvaria traten zwei Lebacher Bands zum Heimspiel an. Habe vor dem Konzert mal noch ein paar Hände geschüttelt, den Kevin Klesen (man merkt, Myspace ist tot. Ich sattle linktechnisch auf Facebook um, soweit möglich) endlich mal kennengelernt, mit Marius Mees mal wieder gesprochen und auch nen paar Worte mit Luke und Max gewechselt. Unsere Lieblingshomeboys von den Inner Riot Konzerten auch diesmal alle versammelt, in der Hauptsache um selbst Musik zu machen. Das durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Daher an diesem Abend zuerst das Konzert im BarLu, dann nach SLS geheizt um den Geburtstag von Nicole und Vivi zu zelebrieren.
Vorab, Chaindizer haben wir nicht mehr gesehen. Auch die zweite Hälfte von Sky of Calvaria nicht, da wir geringfügigen Zeitdruck hatten. Es gab noch ne kleine Strecke zurückzulegen und etwas vorzubereiten, bevor wir um 00 Uhr dann Vivi ins 22. Lebensjahr gefeiert haben. Der Captain lässt grüßen. Also los…
Meat my Mum
Mit Meat my Mum ging die erste Coverband des Abends an den Start. Wobei man bei Coverband gerne mal an die Hermes House Band oder die üblichen Verdächtigen auf Dorffesten denkt. Weit gefehlt. Meat my Mum covern aus der Ecke Metalcore,Modern Metal – da fallen Namen wie As I lay Dying, Bring me the Horizon, As Blood runs Black und Bullet for my Valentine. Ist ja schonmal nen Pluspunkt. Sowas hört man selten, wenn man die Bands selbst nicht live sieht.
Meat my Mum warten mit 2 Frontmännern auf, von denen sich einer aufs Screamen, einer aufs Shouten konzentriert. Am Schlagzeug sitzt Baschdl von Inner Riot (nochn Grund die dringend mal zu kucken ;) Will ja sehen, was er außer uns sonst so treibt) und der Akustik-Kevin bespielt die Zweite Gitarre. An der Leadgitarre zockt Alex, Juli am Bass und Lucas Turner am zweiten Mikro (UPDATE: Namen nachgeholt). Unsäglicherweise fehlen mir zu den meisten einfach die Namen, aber ich hole das nach, versprochen. Jedenfalls alles Jungs aus der Ecke Lebach, die sich mit uns auch den Proberaum in Bastis Keller teilen. Die Erwartungen waren also entsprechend hoch ;)
Der Opener war IN DYING DAYS von As Blood runs Black. Fett. Hat richtig geballert. War mir ehrlich gesagt unbekannt, habs mir nur am Mittag noch kurz reingepfiffen. Fand ich echt gut umgesetzt von den Jungs. Ebenso wie WAKING THE DEMON von Bullet, allerdings ganz ohne Cleanvocals, oder IT WAS WRITTEN IN BLOOD von Bring me the Horizon. Sind halt Songs zum Mitsingen und Mitschreien, das kennt man, das mag man, das rockt. Auch As I lay Dyings FOREVER war nen echter Burner fürs Publikum und regte die Jungs vor und nachher auch die Jungs auf der Bühne zum taktvollen Moshpit und der ein oder anderen Wall of Death an. Wenn man die Dimensionen des BarLu bedenkt ist es ein geringfügiges Wunder, dass der Laden nicht in Flammen aufgegangen ist, so wie die Leute auf Meat my Mum abgingen. Krank.
Als heftig geforderte Zugabe gabs noch einmal IN DYING DAYS, allerdings ab der Hälfte ohne Vocalsupport, da eine oder beide Boxen den Dienst quittierten. Keine Ahnung warum, vielleicht fiel einer der Pogobarden über ein Kabel. Jedenfalls kamen so die Instrumentalisten mal richtig fett raus und man konnte den Song auf musikalischer Ebene ausgiebig genießen.
Das ist im Prinzip auch der einzige Kritikpunkt den ich anbringen möchte. Die Herren Vokalisten müssten ein wenig mehr Rücksicht auf ihre Hardware und in diesem Zuge auch auf die Ohren des Publikums nehmen. Die Boxen waren massivst überstrapaziert und vor allem bei den dunkleren Shouts kickte jedes Mal übelstes Kratzen rein. Vocals eindeutig zu laut. Viiiieeeeel zu laut. Ist ungesund für Box und Ohr :) Ansonsten hatte ich zeitweise das Gefühl, dass der screamende Part des Sängerduos das ein odere andere Problem mit dem Takt der Songs hatte. Da stimmten einige Einsätze nicht, was die Songs manchmal sehr schwierig gestaltete, denn aufgrund der lauten Vocals kam von der Mucke selber nur wenig bei mir an.
Habe ich eigentlich erwähnt, dass es das erste Konzert von Meat my Mum war? Ja. Wäre ja hiermit erledigt. War ne richtig runde Sache, die sicher vorhandene Nervosität merkte man den Jungs nicht an. Es wurde gefeiert, gemosht und brav der Pogo getanzt mit den Verrückten vor der Bühne. Mir hats Spaß gemacht. Einzig das Ding mit der Lautstärke wäre nen Task für den nächsten Gig. Grandiose Leistung im Gesamtpaket, bin gespannt auf die nächste Runde mit euch. :)
Sky of Calvaria
Jo. Das sind echte Rockstars. Is einfach so. So jung Sky of Calvaria auch sein mögen, das Weltbühnen-Image haben sie schon voll verinnerlicht. Auch diese Jungs coverten in der Hauptsache. Die meisten Songs, die ich mitbekam, waren mir unbekannt. FALLEN von Volbeat, BREAKING THE LAW von Judas Priest und RIGHT HERE IN MY ARMS von HIM waren die einzigen, die ich erkannt habe. Allerdings war ich damit wohl alleine. Der ohnehin schon knapp bemessene Raum vor der Bühne war jetzt vollends mit abfeiernden Fans besetzt, die scheinbar jeden Song kannten und mitsingen konnten. Nach den ersten 3 Sekunden des ersten Songs fielen schon die ersten Biergläser aufgrund der ausgerasteten Meute.
Sehr kultig mit dem Wunderbaum um den Hals gab der Max seine Gesangskünste zum Besten. Fand ich ziemlich beeindruckend, über welch eine Stimmbandbreite der Junge verfügt. Da war von dem ranzigen Gesang, den HIM normalerweise zelebriert über whiskeygetränkte Corey-Taylor-Vocals bis hin zu richtig harten Shouts alles dabei. Monströs. Selbst eigentlich eher schleppende Songs wie RIGHT HERE IN MY ARMS kamen bei Sky of Calvaria mit ordentlich Speed und Härte rüber. Den Fans hats gefallen.
Indes hats auch für ne kleine Feuershow-Einlage gereicht ;)
Zeitweise waren die Konzertgänger echt außer Rand und Band und für Marius hats sogar nen kleinen Stagedive gegeben.
Wie gesagt, wir waren ja nur etwa die erste Hälfte da und mussten danach leider abrücken, jedoch hat das BarLu während dieser Zeit massiv gescheppert. Selten bei ner Coverband sonen Abriss gesehen. Die Gesamte Show war auf jeden Fall rock solid. Man hatte echt das Gefühl, mit alten Rockstars abzufeiern. Zwischen den Covern haben Sky of Calvaria wohl auch eigene Songs gespielt, ist mir jedoch nicht aufgefallen, da mir ohnehin nicht alle Songs bekannt waren.
Gassenhauer wie Volbeats FALLEN wurden natürlich nicht alleine gemeistert. Es gab ausreichend stimmliche Unterstützung aus dem Publikum.
Man kann sagen was man will, das war ne große Nummer. Würd ich direkt für mein Dorffest umme Ecke organisieren, wenn die alten Knüppel aus der Verwaltung nicht so, naja, alt wären ;) Will ich auf jeden Fall nochmal sehen. Am liebsten ja im BarLu mit Meat my Mum und Inner Riot. Mal 3 Lebacher Bands in ner Lebacher Kneipe, letzter Versuch den Laden abzureißen.
Ei mejoooo
Chaindizer entging mir ja leider aufgrund von leichtem Zeitmangel, werde ich aber noch nachholen. Fand den Abend echt rund, der Trip nach Lebach und die wie üblich günstigen 3 Euro Eintritt haben sich restlos gelohnt. Schade zwar, dass der Laden nicht so proppenvoll war, wie man das bei Lebacher Bands eigentlich erwarten sollte, aber dennoch. Da wurde massiv abgefeiert, geschubst, gegröhlt und gemosht. Bin sehr gespannt auf weitere Shows :)
Fotos anbei.
From 20.11.2010 – Meat my Mum, Sky of Calvaria @ BarLu Lebach, posted by Fabian Peter on 11/21/2010 (48 items)
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