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Ancient Gods – Burning Lies

Burning Lies nennt sich die erste Scheibe von Ancient Gods, die leider nur 3 Songs enthält und bereits in 2010 aufgenommen wurde. Das ist natürlich viel zu wenig um einen umfassenden Eindruck über das Schaffen einer Band zu bekommen, aber immerhin besser als gar nichts und vermutlich wird es ja auch nicht die letzte CD sein.

Auch wenn man beim ersten Betrachten des Schriftzugs auf dem Cover unwillkürlich an die Extremsparten des Metal denkt, präsentieren die Jungs aus dem nördlichen Saarland nicht ganz so heftiges Blei, dass mich über weite Strecken sehr an die alten Metallica und Megadeth der Achtziger erinnert und erfrischend weit entfernt ist vom derzeit herrschenden OldSchool Trend.

Gitarren, Bass und Drums machen ihre Arbeit anständig und es gibt wenig zu bemängeln. Nur bei den Gitarrensoli glaube ich manchmal die ein oder andere kleine Ungereimtheit herauszuhören, aber das ist kaum greifbar und kann vernachlässigt werden, zumal wenn man den oft herrschenden Zeitdruck im Studio berücksichtigt, wo es bei begrenztem Budget einfach nicht möglich ist jede Feinheit endlos zu wiederholen. Im Großen und Ganzen geht das alles in Ordnung. Der Gesang erinnert etwas an den jungen James Hetfield, was mir sehr gut gefällt. Ob es allerdings nötig war den Gesang so stark mit Effekten zu überladen, ist eine andere (Geschmacks)Frage. Ich glaube etwas in der Art von Oktaver, PitchShifter und sogar etwas Vocoderähnliches herauszuhören, aber obwohl die Effekte auch für Laien wie mich unüberhörbar sind, wirken sie nur selten wirklich aufdringlich und stören mich nicht weiter.

Die drei auf der CD enthaltenen Titel Burning Lies, Revenge und Under My Spell gehen ganz gut nach Vorne und bewegen sich im üblichen Mittelmaß was das Songwriting angeht. Das ist eine ordentliche Grundlage und schon mal ein guter Anfang für die erste Veröffentlichung, reicht aber noch nicht um aus der Masse an Bands in der Region herauszuragen. Leider schafft es kein Song, kein Riff und kein Break irgendwie aufzufallen oder mich wirklich hinzureissen. Aufgrund der soliden Basis bestehen aber durchaus berechtigte Hoffnungen, dass wir von Ancient Gods noch mehr hören werden. Eine Steigerung ist auf jeden Fall noch zu erwarten und ich würde mich darüber freuen, denn allzu viele Vertreter dieser Metal Sparte haben wir im Moment nicht mehr im SaarUnderground.

Daher gibt es ordentliche 6 von 10 Punkten von mir und ein aufmunterndes metal on.

Upeh Winter

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