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29.07.2011 – Summerhavoc, BArLU Lebach

Nach zahlreichen Konzerten und tollen Abenden schließt das BArLU Lebach seine Pforten. Das ganze sollte natürlich noch einmal ordentlich gefeiert werden und die Getränkevorräte sollten nach diesem Wochenende möglichst aufgebraucht sein. Leider haben sich offenbar wieder viele der Musikbegeisterten auf eine der zahlreichen Gegenveranstalngen verirrt, wodurch die Feier unabsichtlich einen eher familären Charakter bekam. Diese Leute sollte sich aber alle ordentlich über ihre Entscheidung ärgern, denn es gab mal wieder prima Livemusik vor Ort.

Den Anfang machte Last Dimension. Beim ersten Song wirkte die Band noch etwas hüftsteif, aber insgesamt brachte man den gebotenen Death Metal wie gewohnt sehr unterhaltsam unters Volk. Die Drums wurden Zentimeter für Zentimeter in den Boden versenkt, die Gitarren wechselten zwischen brutalen Riffs und groovigen Parts, der Bass trieb die Songs mit beindruckender Spieltechnik und Effektboard voran und Sänger “Mucky” steigerte sich mehr und mehr in die Songs, die Texte und einen Hauch von Wahsinn hinein. Das muss auch einfach mal klar hervorgehoben werden: hier war mal ein Sänger am Werk, der auch Unterhalterqualitäten aufbringt und nicht, wie es leider so oft bei kleineren, unbekannten Bands ist, einen Eindruck zwischen nervös und gelangweilt an das Publikum vermittelt. Zum Glück wurde dies aber insgesamt von den Bands an dem Abend sehr gut umgesetzt.

Last Dimension

  • Baptized
  • Lethal
  • Mine
  • Playground
  • Devastation
  • Ode
  • Sardonic
  • Zugabe: “Blutbad-Song”

Die zweite Band des Abends waren All lies died (deren Profil seltsamer Weise nicht über die Suche bei Facebook gefunden werden kann). Sie kamen sehr kurzfristig in das Lineup, weil der Sänger von For all my Sins zwangsweise seine Zeit im Krankenhaus verbringen muss. An dieser Stelle noch gute Besserung! All lies died machte aber von Anfang an klar, dass sie musikalisch eine Band sind, die auch zur “erste Wahl” taugen.

Das Konzert begann aber denkbar schlecht: Einer der Gitarristen hatte gleich beim ersten Song eine gerissene Saite… und das bei einer Gitarre mit Floyd Rose (oder zumindest etwas ähnlichen). Die Gitarristen unter uns wissen, wie zeitaufwendig ein Saitenwechsel hier werden kann. Eine Ersatzgitarre war leider nicht vorhanden, aber eine der anderen Bands half mit einer Gitarre aus. So konnte nach leichter Verzögerung das Set fortgeführt werden.

Der Metalcore der Truppe war immer wieder mit großartigen Riffs gespickt – aber leider fehlt hier meiner Meinung nach eine stärkere eigene Note. Somit wären sie “nur” eine sehr gute Metalcore Band, wie man sie zur Zeit an vielen Orten finden kann. Aber man bekommt definitv qualitativ ordentliche Musik geboten und die Fans von Bands wie “The Sorrow” bis “Killswitch Engage” und wie sie alle heißen werden ihre Freude haben.

All lies died

  • All the things
  • Cold winds
  • Exploitation
  • Ashes of the victims
  • Fists from the shadow
  • Suffering
  • mono poly

Die nächste Band waren die Jungs und Mädels von Bitter Atonement. Bisher konnte ich alle Konzerte der Band wahrnehmen und freu mich immer wieder, sie auf oder vor der Bühne zu sehen. Diesmal wurde auch ein optisch einheitliches Auftreten getestet und hat auf jedem Fall zu einer guten Show beigetragen. Hauptteil bleiben aber – natürlich – die progressiven Songs und die unglaubliche Spielfreude. Die Instrumentalfraktion geht ordentlich bei allen Parts ab und was die 3 Personen an den Mikros an Unterhaltung darbieten ist einfach klasse. Da wird das Publikum in Aktionen mit eingebunden (“Titten… ARSCH!”, “Wie gehts euch Lebach? … F*** dich weg du Homofürst”), da tanzen die Frauen, da geht der Sänger wie ein Derwisch plötzlich ab, da wird eine Welle eingeleitet… Top ! Ok.. “true” ist daran nichts… da werden sich bestimmt Menschen finden, die das schlecht finden. Oder sie lassen sich einfach nur herrlich unterhalten. Bei diesem Konzert allerdings hatte ich oft den Eindruck, dass ungewohnt viele Fehler aufkamen. Somit war es leider kein perfekter Auftritt aber immer noch besser als viele Auftritte anderer Bands.

Bitter Atonement

  • Vicious circle
  • Meggiddo
  • Notion of ease
  • Decisions
  • Caught up in conscience
  • Forevermore
  • Crowned with ashes
  • Retourture
  • Zugabe: To my servant

Den Abschluss an diesem Abend machten Sky of Calvaria, die wie üblich eine runde Show lieferten. Die Jungs um Maximilian Bär gaben sich routiniert und trotz später Stunde nicht weniger begeistert ihrer Musik hin. Das Set war wie immer eine Mischung aus Covern und Eigenkompositionen. Folgende Songs wurden dargeboten:

Sky of Calvaria

  • Fire to the Earth
  • Demon Hunt
  • Into the Sphere’s
  • Paranoid
  • Höllensturz
  • Canis Majoris 666
  • Black Tears
  • Age of Perdition
  • Breaking the Law
  • Wrath of Triton
  • Infernal March

Trotz nicht allzu praller Besucherzahlen war der Abend sehr gelungen. Im Anschluss an die Konzerte wurde noch heftigst der Restbestand an Alkohol getilgt, was tags darauf zu durchaus ebenso heftigtem Schädelbrummen führte. Schade jedenfalls, dass das BArLU nun dicht ist. Chris war uns Bands immer ein guter Gastgeber und es gab viele richtig fette Gigs dort. Mal gespannt, was aus dem Laden wird.

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