Die Mannschaft ist der Star
Mit Aussagen wie „Pay to Play: geht gar nicht!“ oder „Die Mannschaft ist der Star“ haben mich UNDER PRESSURE sehr beeindruckt. Die Band hat klare Vorstellungen und vor allem eine Meinung. Sehr sympathisch die Jungs. Das war ein Interview, das echt Spaß gemacht hat, aber macht euch selbst ein Bild…
Stellt euch mal vor
Dominik: Hi, ich bin Dominik, Gitarrist.
Ralph: Ralph Zimmer, Gesang und Bass.
Marco: Marc Groß, Keyboard.
Michael: Michael, Drums.
Seit wann gibt es Under Pressure?
Ralph: Seit 2004
Und wie kam Under Pressure zu Stande?
Ralph: Im Keller. Also unser alter Gitarrist und ich haben uns des öfteren im Keller getroffen und haben ein wenig “rumgefiedelt”. Dann dachten wir “och die Sachen sind ja ganz witzig”, und dann ham wir ne Band draus gemacht.
Dominik: Tolle Geschichte (lacht) so einzigartig!
Michael: Quasi schweinegeil!
Seit wann gibt es euch in dieser Konstellation?
Ralph: Dominik ist jetzt ziemlich genau ein Jahr dabei. Seit Herbst 2010 etwa. Mensch war ich da noch so Jung!
Dominik: Das ist übrigens Ralphs letzte Probe unter der magischen 50er Grenze. Deswegen spielt der heute auch so schlecht. (Band lacht) Aber das nur als Randbemerkung.
Michael: Bitte im Interview Ralphs Namen überall mit einem Sternchen versehen und als Fußnote “Der der 50 wird” einfügen.
Marco: Am Samstag stehen dann alle Saarländischen Innerortsgeschwindigkeitsbegrenzungsschilder bei Ralph vor der Haustür.
Ralph: Um mal zurück zum Thema zu kommen, Michael stieß im Jahre 2006 zu uns und im Sommer 2009 dann Marco. Den haben wir dazugenommen weil es mit der 3er Kombination immer schnell etwas langweilig wurde oder man musste mit Bass und Gitarre unheimlich viel machen. Darum dachten wir, wir holen uns eine “Teppichratte” dazu um die Songs noch etwas besser ausgestalten zu können.
Wer ist bei euch der Bandleader?
Michael: Nein, wir entscheiden alles demokratisch. Ralph ist unser Frontmann aber einen richtigen Bandleader gibt es nicht.
Marco: (scherzhaft) Ist halt ganz gut, dass der älteste in der Band der Frontmann ist damit das ganze vielleicht ein wenig seriöser scheint.
Ralph rülpst zustimmend.
Welches Genre bedient ihr?
Ralph: Grob gesagt, Progressivrock. Warum Prog? Weil es für mich im Rockbereich das interessanteste Genre ist da man viel aus anderen Genres einfließen lassen kann. Z.B. von der Theorie her, klassische Elemente, Jazz, Funk…
Michael: Der Marco hat Snoopysocken an, wollt ich nur mal erwähnen!
Marco: Sind die nicht schön? Schweinegeil, oder?
Domme: (Mundart) Alder, awei mach kenn Scheiß.
Ralph: (räuspert sich laut) es ist halt die Musik, bei der ich mich am Besten ausdrücken kann. Alles ziemlich “free” gehalten. Musik ohne Grenzen.
Dominik: Ja mir gefällts wenn du solche Songs mit Hardrockcharakter hast und plötzlich kommt dann ein Funkpart.
Michael: Schweinegeil!
Dominik: Man grenzt sich einfach nicht ein, das ist das geile daran.
Wer sind eure Musikalischen Vorbilder?
Ralph: Ohjee wenn ich dir die jetzt sage.. hmm die kennt eh kein Schwein. Billy Cobham, Stanley Clarke, George Duke, Jaco Pastorius, Jeff Beck und so weiter.
Rubina: Und Bands?
Ralph: Return to Forever, King Crimson, hmm was noch?
Rubina: Wie ist es mit Rush?
Ralph: Auch, obwohl ich so viel von denen gar nicht höre. Wir werden allerdings sehr oft mit denen verglichen. Aber keiner von uns hört sie ausgedehnt, also wir ahmen sie nicht nach. Vielleicht kommt es von meiner Stimme, die klingt vielleicht ähnlich wie Geddy Lee’s. Sagt man mir zumindest öfter.
Dominik: Ich denke bei uns machts mehr die Mischung aus. Ralph hört ja eher so die King Crimson Schiene, ich komm aus dem klassischen Hardrock/Metal, Marco kommt eher so aus der Poprock Richtung…
Marco: Na ja eher Rock, Hardrock und viel Deutschrock. Bei Michael ist’s so, Genesis, Gabriel, Queen, oder?
Michael: Ja Queen auf jeden Fall, Toto, Bon Jovi joa. Marianne Rosenberg wird auch immer gerne genommen. (Band lacht) Wenn es so was gibt, würde ich sagen, Melodicrock und Hairmetal und so.
Ralph: Ja also die Mischung machts.
Dominik: Wir machen keine einseitige Musik und wir hören sie eben auch nicht.
Marco: Der Musikgeschmack ist bei uns sehr breit gefächert. Und das fließt eben auch in unsere Musik mit ein. Wenn man in mein CD-Regal schaut, könnte man denken ich sei schizophren. (Band lacht) Da findet man AC/DC, Maiden aber genauso Elton John oder Hubert von Goisern.
Under Pressure ist ein Queen Hit, kommt daher auch der Name eurer Band?
Ralph: Das ist bei uns leider ein großes Problem. Oft kommt es vor dass wir irgendwo spielen wo wir nicht so bekannt sind und die Leute denken “Geil, da spielt ne Queen-Coverband” und sind dann enttäuscht. Zu dem Namen kam es allerdings ganz anders. Wir haben beim alten Gitarristen im Keller geprobt und standen zum Rauchen am Fenster des Heizungsraums. Am nächsten Tag stand ein Gig an und wir hatten noch keinen Namen. Da sah ich an dem Heizkessel stehen “Unterdruckventil” worauf hin ich auf den Vorschlag “Under Pressure” kam der dann angenommen wurde. Mir waren nur die ganz bekannten Sachen von Queen bekannt und kannte um ehrlich zu sein den besagten Song gar nicht.
Dominik: Und das ist ein ganz bekanntes Lied! (Band lacht)
Wie ist aktuell der Stand der Dinge? Man munkelt es sei ein neues Album in der Mache.
Ralph: Ja, ein paar neue Songs hast du ja eben gehört, wir sind also dran! Wir sind das neue Programm noch am einstudieren und das wird es voraussichtlich im Frühjahr 2012 auf CD geben.
Was habt ihr euch vorgenommen fürs neue Album? Was erwartet die Zuhörer?
Ralph: Abwechslungsreiche Rockmusik rund um den Progressivrock. Wir versuchen halt abwechslungsreich zu sein, weil es meiner Meinung nach nichts schlimmeres gibt als wenn man das Konzert einer Band besucht die man die ersten drei Stücke super geil findet und dann klingt der vierte Song wie der Erste, der Fünfte wie der Zweite und so weiter. Wir bemühen uns das ganze abwechslungsreich zu gestalten und immer wieder neues einzubauen, damit die Leute auch beim zehnten Song noch Lust haben zuzuhören.
Marco: Man wird also eine klassische Gitarrenballade finden, sowie vertrackte Rhythmen wie bei dem Song “Take Five” der einen 5/4 Takt beinhaltet und man wird verschiedene Stile zu hören bekommen.
Ralph: Wobei wir auch versuchen es mit Virtuosität und vertrackten Rhythmen nicht zu übertreiben. Die Sachen halt einzubauen aber die Songs trotzdem eingängig zu gestalten.
Wer schreibt bei euch die Songs und wie läuft das ab?
Ralph: Jeder von uns kann Songs schreiben. Zur Zeit schreibe ich meist die Basic und jeder der anderen bringt seinen Teil bei. Wir sind also alle am Arrangement und der Komposition beteiligt.
Dominik: Es ist von Song zu Song verschieden. Manchmal kommt Ralph schon mit fertigen Songs, an denen nicht mehr viel geändert wird, manchmal kommt er aber auch mit Songideen, einem Riff, oder einem Refrain etc. und wir arbeiten es gemeinsam aus. In der letzten Zeit haben wir auch viel Zeit damit aufgebracht altes Material zu selektieren. Wir stimmen die alten Songs auf die neue Besetzung ab. Manche alte Songs spielen wir gar nicht mehr. Von den zwei bisher entstandenen Alben spielen wir weniger als die Hälfte der Songs weiterhin. Die Songs die wir übernommen haben sind nun mit den alten Versionen fast nicht mehr zu vergleichen.
Was versprecht ihr euch vom neuen Album?
Ralph: Unter unseren neuen Songs sind durchaus auch welche dabei die von der Länge, vom Aufbau und vom Arrangement her auch Radiotauglich sind. Wir wollen also gern mit zwei drei Titeln auch mal im Radio gespielt werden.
Rubina: Gibt es da schon irgendwelche Tendenzen dass euer Wunsch von Erfolg gekrönt sein könnte?
Ralph: Es sind ja schon Songs von uns im Radio gewesen, wie z.B. der Fußballsong den wir geschrieben haben. Der ist auch mit Video auf diversen Public Viewings in Deutschland gezeigt worden und auch schon im Ludwigsparkstadion gelaufen sowie eben auch im Radio deutschlandweit und daran wollen wir gerne anknüpfen.
Dominik: Wir versprechen uns von dem Album ebenfalls, zumindest so viel Erfolg zu haben, dass man zu überregionalen Konzerten auch mal eingeladen wird, dass die Leute uns also auch gerne live sehen möchten weil ihnen unsere Band ein Begriff ist.
Bands, spielt nicht umsonst!
Was stört euch an der Musikszene im Saarland?
Ralph: Was mich sehr stört, ist dass die Masse an Bands im Saarland die Preise kaputt machen. Die spielen überall für nen Apfel und ein Ei oder höchstens mal für Spritgeld und nen Teller Spaghetti. Das sollten die einfach mal sein lassen! Wenn Veranstalter eine Band spielen lassen möchten, sollen die bezahlen! Ich mache ja schon lange Musik und wir haben damals mit Maxwell Smart zu DM-Zeiten unter 1200,- DM nicht gespielt. Und da mussten wir niemanden anrufen „Dürfen wir bei euch spielen“, nein die haben uns angerufen und gefragt: „Was verlangt ihr denn wenn ihr bei uns spielen würdet“. Und dann haben wir das Geld auch bekommen.
Rubina: Und das war auch keine Coverband.
Ralph: Nein, wir haben eigene Sachen gespielt.
Dominik: Damals hatte die Livemusik einfach noch einen anderen Stellenwert.
Rubina: Wollt ihr damit einen Aufruf starten?
Ralph: Ja, Bands, spielt nicht umsonst!
Rubina: Was ja auch grade in ist, ist diese Pay to Play Geschichte. Wie steht ihr denn dazu?
Ralph: Das geht gar nicht! Aber überhaupt gar nicht!
Dominik: Absolut. No Way! Das ist effektiv die Bands verarscht. Wir würden unter gar keinen Umständen irgendwo bezahlen um Spielen zu können.
Ralph: Angenommen irgend eine sehr berühmte Band spiele in Saarbrücken z.B. in der Garage und würde fragen ob wir da als Vorband spielen möchten, würden wir auch auf Gage eventuell verzichten. Klar. Aber wir würden uns keinen Kredit nehmen um uns in irgend eine Tour einzukaufen wie das heute leider so üblich ist. Das nimmt mittlerweile Ausmaße an das ist nicht mehr normal.
Dominik: Vor allem wie kann man sich in solch ein falsches Licht stellen? Die Bands protzen dann ja rum, ach mit wem sie gespielt haben und welche Endorsements sie haben und haben in Wahrheit alles mit Heller und Pfennig bezahlt. Ich finde die Bands sollten es sich durch ihren künstlerischen Anspruch oder ihr Können verdienen vor solch bekannten Bands spielen zu dürfen und nicht sich dafür verkaufen.
Was anderes ist es natürlich auch, wenn man mit befreundeten Bands mal nen Gig ausmacht, weil man gerne mit denen spielt. Das ist natürlich völlig in Ordnung. Siehe Devils Place. Da Organisieren die Bands ja selbst ihre Gigs und dann ist das auch in Ordnung da mal ohne Gage zu spielen. Aber auch diese Konzerte gibt es mittlerweile zu Hauf und dann macht auch das keinen Spaß mehr. Zumal die ja dann auch kein Schwein besucht.
Rubina: Was denkt ihr woran das liegt, dass viele Gigs so rar besucht sind?
Ralph: Das mag sich jetzt etwas überheblich anhören, aber das liegt wohl daran, dass es zu viele Schlechte Bands gibt, worunter dann auch die Guten zu leiden haben. Die Zuschauer gehen auf vier, fünf Konzerte und wenn sie für 5 Konzerte dann eintritt gezahlt haben und es war fünf mal kacke, gehen sie kein sechstes mal. Wir haben auch schon viele Konzerte veranstaltet von denen sich die Zuschauer die uns nicht kannten auch gar nichts erwartet hatten. Die gehen dann dort hin mit dem Gedanken, och ja da spielt wieder irgend ne ranzige Band, wir saufen uns einfach einen und haben trotzdem Spaß. Hinterher sind sie dann oft erstaunt dass es doch noch Bands gibt die gut sind. Ich will damit nicht sagen, dass es keine guten Bands im Saarland gibt, es gibt einfach zu viele die keinen Wert auf Qualität legen.
Dominik: Dann kommt noch dazu, dass wir hier im Saarland neben so vielen Bands auch verhältnismäßig viele Locations haben, sodass es sehr oft dazu kommt dass viele Veranstaltungen der gleichen Art am gleichen Tag stattfinden. Dann teilt sich das eh schon rare Publikum natürlich auch noch auf diese auf. Man weiß dann fast auch schon nicht mehr wo man hingehen soll, bei der Menge an Veranstaltungen. Mal abgesehen davon, dass das ja auch alles noch Geld kostet, was die wenigsten dann jedes Wochenende haben. Wer kann sich schon leisten jeden Freitag und Samstag ein Konzert zu besuchen, selbst wenn man gern alle sehen möchte. Dann spielen Bands auch noch mehrmals im Jahr in der selben Location und wundern sich warum die Leute sie nicht 10 mal im Jahr anschauen möchten.
Ralph: Das ist meiner Meinung nach auch ein durch die Veranstalter gemachtes Problem. Die wollen nichts ausgeben und trotzdem viele Getränke verkaufen, Eintritt nehmen, wie auch immer. Mein Rat da an die Veranstalter: Schaut auf Qualität, holt euch gute Bands. Macht das drei Monate und dann spricht sich rum, dass man da immer hingehen kann. Dann gehen die Leute vielleicht auch mal dort hin, ohne zu wissen wer spielt.
Michael: Das beste Beispiel ist da z.B. der Ducksaal in Freudenburg, das ist ein Laden der ist jeden Freitag und Samstag voll, egal wer dort spielt, weil die nämlich genau das tun, was Ralph sagt. Der Besitzer zahlt auch Gage, aber der weiß auch dass er dadurch dass er investiert auch dann wieder ordentlich Geld einnimmt. Der nimmt auch Bands von überall her, aber wirklich ausgewählt und nur Bands die wirklich gut sind.
Rubina: Also um es auf den Punkt zu bringen, zählt auch da die Lieblingsweisheit meiner Steuerberaterin: Ohne Investition kein Gewinn und was nichts kostet, ist nichts wert.
Dominik: Genau so ist es.
Wo seht ihr euch in fünf Jahren?
Dominik: WACKEEEEEN!
Rubina: Das hat bisher jede Band gesagt, die ich interviewt habe!
Ralph: Was ich gern hätte wäre – ob das so kommt ist natürlich ne andere Sache – dass bekannte Clubs in Deutschland wie z.B. die Rockfabrik in Ludwigsburg sagen, wir hätten gerne mal Under Pressure bei uns.
Wer managt euch?
Ralph: Das machen Dominik und ich.
Welche Locations könnt ihr anderen Bands empfehlen um eigene Konzerte auszurichten?
Dominik: Das Devils Place in Saarbrücken immer. Ich bin absoluter Fan des Schuppens.
Ralph: Der Elch in Riegelsberg, wenn man Miete zahlen möchte, der Kleine Klub Garage oder Exhaus Trier ansonsten gibt es natürlich viele Locations in denen Man spielen kann, wo man aber oft keine Leute hin zieht, egal wie viel Werbung man macht.
Rubina: Also habt ihr da auch schlechte Erfahrungen gemacht?
Dominik: Eine der geilsten Locations im Saarland ist z.B. das Flexibel in Saarwellingen. Die haben nen tollen Raum mit großer Bühne. Allerdings macht der Wirt dort in keinster Weise Werbung für die Konzerte und das Ding gammelt Quasi vor sich hin, weil der Wirt, der ein unglaublich netter Kerl ist, sich um nichts kümmert.
Wenn ihr in einer anderen Zeit als der heutigen musizieren könntet, in welcher wäre das?
Ralph: Eindeutig 70er. Für mich entstanden in den 70ern die kreativsten Bands, die es je gegeben hat. Black Sabbath, Yes, Genesis, etc.
Dominik: Bei mir wärens eindeutig die 80er. Man nehme Van Halen, Bon Jovi und wie sie alle hießen.
Michael: Aber man muss es ja so sehen, wenn du in den 70ern Musik gemacht hättest, hättest du in den 80ern ja auch noch Musik gemacht. Dann hättste all das mitgenommen!
Ralph: Das schlimme ist, ich hab in den 70ern Musik gemacht. (Band lacht laut) Aber ich muss es mal kurz relativieren, eigentlich mach ich am liebsten jetzt Musik. Denn jetzt hab ich all die Erfahrungen gesammelt und das was wir jetzt machen, ist ein Ergebnis aus all diesen Jahren.
Michael: Wir einigen uns auf: 70er 80er.
Was würdet ihr jungen Bands als Tipp mit auf den Weg geben?
Ralph: Wie Bertie Vogt gesagt hat: Die Mannschaft ist der Star. Und so sollte es bei Bands auch sein, die Band ist der Star. Es darf nicht drum gehen, dass sich einer Produziert, egal wie virtuos der spielt, und die anderen hängen hinterher. Wichtig ist, das Stück, die Komposition.
Dominik: Ich denke man sollte die Musik für sich machen. Nicht verbiegen lassen. Den eigenen Stil finden.
Möchtet ihr noch was loswerden?
Ralph: Ja mir fällt ein ich muss tierisch aufs Klo. (Band lacht) Nee jetzt mal im Ernst. Die Leute sollen mal daheim vom PC den Arsch hoch kriegen, nicht so viel Zuhause versauern und das Leben vorm Fernseher verbringen. Und was mir noch wichtig ist: Hört auf von kleinen Bands CDs zu kopieren und weiterzugeben. Bei Robbie Williams ist mir das egal, der hat genug Geld, aber grad bei kleinen Bands, die bringen ihr letztes Geld auf um mit Schweiß und Blut solch ein Album zu produzieren und das sollte man nicht mit Füßen treten mit solch eine Scheiße. Lasst das einfach sein.
Dominik: Ja das hab ich schon öfter bei kleinen Bands erlebt, da kauft sich einer ne CD, und der nächste sagt dann auch noch vor den Bands, och ich brauch se nicht, mein Kollege hat se sich ja gekauft, ich brenn se mir dann. Gehts noch? Man sollte so viel Anstand haben, die paar Kröten zu investieren wenn man die CD haben möchte.
Marco: Worüber viele wahrscheinlich auch gar nicht nachdenken, ist dass man damit ja auch die Mühe und Zeit, die die Bands darin investiert haben honoriert in dem man sich sein eigenes Exemplar kauft. Da hängt das Herzblut der Bands drin und das sollte dann auch geschätzt werden.
Stichpunkt Iamhavoc.de. Was habt ihr dazu zu sagen?
Dominik: Iamhavoc ist so ziemlich das innovativste was es derzeit im Saarland gibt. Jeder der da mal reinschaut im Internet, wird merken das Iamhavoc einfach geil gemacht ist. Es deckt ziemlich viele Bereiche ab. CD-Reviews, Live-Reviews, News, Technikecke und und und. Ich bin auch gespannt wie das mit dem Verein wird, das sieht sehr vielversprechend aus.
Nicht nur eine von diesen vielen Laberseiten, die schnell abflaut weil sich dann niemand mehr drum kümmern. Geile Sache.
Ralph: Ich finds auch sehr geil, man sieht dass sich da viele Leute richtig reinhängen, die sich mühe geben sich mit Bands zu befassen und diese auch bei Reviews z.B. objektiv und fair zu bewerten.
Dominik: Mir ist die Plattform noch etwas zu Metallastig. Wenn man das Image noch ein bissl abgeschüttelt kriegt und es um andere Genres erweitert, ist es nahezu perfekt. Mal sehen wo die Reise hingeht. Fazit: Richtig gut!
Anstehende Termine
- 08. Oktober 2011 - III. Winter Metal Fest, Devils Place Saarbrücken zusammen mit ARCTIC WINTER und BLÄCKOUT
- 29. Oktober 2011 - Under Pressure live in der Gallerie Renningen zusammen mit Daedalous + Support
- 31. Oktober 2011 - Halloween-Rocknight, Stuttgart-Heimsheim zusammen mit DAEDALOUS
- 26. November 2011 - Under Pressure live, Kupferdächle Pforzheim
Teile und herrsche
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Ich unterschreib das auch direkt!
Selten ne Meinung dazu gehört die meiner so ähnlich ist.
Wobei mich das Kaputtgehen vom Markt nicht so ankotzt wie das Kaputtgehen des "spirits". Damit mein ich dass gerade die Bands die am wenigsten "Wert auf Qualität" legen die sind ,die sich am lautesten und auch offen darüber beschweren dass keine Leute kommen oder vor und vorallem nach ihrem gig direkt verschwinden anstatt mit dem sowieso schon kleinen Publikum, bei den anderen Bands, ein wenig feiert damits am Ende vielleicht doch dem ein oder anderem gefallen hat.
Kein Zusammenhalt mehr. Lieber protzen weils beim eigenen Gig nicht so abging wie auf der DVD von der Lieblingsband.
Und das sind wie gesagt dann immer noch die musikalisch unterirdischchsten.
Und wenn man alles mit Prädikat "gut" versieht, nur weil es sich rauswagt und kreative Werke präsentiert, auch wenn diese Werke von durchschnittlicher oder schlechter Qualität sind, dann verwässert man den "Markt". Klar gibt es viele gute Bands. Klar sollen die Leute sich musikalisch und kulturell engagieren, zusammenrotten und ausleben. Nichts desto trotz gehen die wenigsten mit dem nötigen Ernst und ausreichend Disziplin und "Siegeswillen" an die Sache ran, worunter letzten Endes auch die zu leiden haben, die eben mehr wollen und vor allem mehr können. Grund, ganz klar, totale Übersättigung mit 0815-Konzerten und die daraus resultierend Unlust der Leute, generell Konzerte zu besuchen :) Davon profitiert keiner. Da bin ich voll bei den Jungs von UP.
wenn man von einem problem sprechen möchte im saarland, dann das es zu viel gegenseitiges "schlecht"machen gibt. da passt so ne aussage voll rein. es gibt viele gute bands!