iamhavoc.de
 

Hellowed – Hellowed Ground

Bereits kurz vor Helloween (Kalauer) erschienen und seit dem desaströsen Fozzy-Gig in meinem Besitz, vergingen jetzt doch drei Monate, bevor ich bereit war dieses Review zu verfassen. Dies ist zwei Faktoren geschuldet: erstens kenne ich ein paar von den Jungens, was es immer schwer macht, da objektiv ranzugehen, zweitens ist Power Metal nun mal eher nicht mein Fall. Naja, besser spät als nie.  Dafür habe ich das Album jetzt ein paar Rundläufe gehört und… für gut befunden. Zunächst aber mal die Basisdaten. Das Album erschien in Eigenregie, ohne großes Label im Rücken und erfuhr wohl so um die 500 Pressungen. Mich kostete das ganze 10 Euronen, für euch wirds wohl dann etwas billiger… Nein, ernsthaft, um die 10 Euro kostet das Teil, was auch seine Berechtigung hat. Immerhin achtseitiges Booklet mit Texten und Fotos, originale CD, also kein Rohling, und 10 Songs bei einer Spielzeit von fast einer Stunde. Also viel Futter fürs Geld.

Hellowed haben sich dem Power Metal verschrieben und damit einer Kunstform, die sowohl Basis für den Metal an sich, aber gleichzeitig auch das große Sorgenkind dieser Stilrichtung ist. Innovationen sind dort nämlich fehl am Platz und so setzt der Power Metal vor allem auf eines: auf Klischees. Das ist im vorliegenden Fall natürlich auch nicht anders: die Adler fliegen herum (Hellowed Ground), man kämpft vornehmlich für die Krone und den König (For the Crown) und sucht auch ansonsten nach dem versprochenen Land (Promised Land). Aber ich muss zugeben: nach dem fünften Durchgang kann mans locker mitsingen. Gerade das Eröffnungslied Mirror of Wisdom ist dermaßen eingängig, ebenso Promised Land und Eye of the Storm. Auch musikalisch gibt es diesmal keine Kompromisse. Die Solos passen gut ins Gesamtbild, die Produktion ist sauber (ich mags leider eher dreckig und punkig, passt nämlich auch gut zum Power Metal, siehe NWoBHM) und die Kompositionen an sich bauen gut aufeinander auf, sogar beim epischen Thirty Years of War mit seinen 11 Minuten. Das Zusammenspiel passt ziemlich gut, auch wenn die beiden Gründungsmitglieder Chris (Gitarre) und Chris (Bass) (hihi) 2008 bzw. 2009 ihren Hut nehmen mussten und mit Alex jetzt ein neuer Bassist gefunden wurde. Insbesondere Frontkasper Oliver Pitsch hat sich gesangstechnisch sehr gesteigert und klingt jetzt zu seinen besten Zeiten wie ein junger Halford (zu Victims of Change-Zeiten) oder ein früher Kiske.

Fazit: ein geiles zweites Album, das dennoch noch Potential zur Steigerung offen hält. Und jetzt alle: For the crown, for the king, for the eternal fame we are fighting…

Teile und herrsche

Ähnliche Beiträge

Comments

Post comment as twitter logo facebook logo
Sort: Newest | Oldest

Trackbacks

  1. [...] 16:45 – 17:30 Hellowed (Review zu “Hellowed Ground”) [...]

Weiter, weiter...