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Samstag Abend hat’s uns aufs Sunset Festival in Ihn verschlagen. Primär, weil wir His Statue Falls mal sehen wollten, nachdem uns vorige Woche Shake the Pagoda Tree angefixt hatte. Wir kamen gerade mitten im Gig von Kings of Iron Fists, daher weiß ich über die leider nicht viel zu sagen. Beginnen wir also mit…

Uncommon Men From Mars

…kommen eigentlich aus Frankreich und sind gar nicht grün – eher blau. Die vier Franzosen machten wohl punkähnliche Musik, die mit jeder Note an “American Pie” und amerikanische Highschools erinnerte. Bands wie Blink 182 und Sum 41 schossen einem direkt ins Gedächtnis. Ich mag solche Musik, mal zwischendurch, aber generellen musikalischen Anspruch hat sie für mich nicht (für mich!). Umso geiler fand ich allerdings das Auftreten der Jungs. Schlagzeuger und Rhythmusgitarrist waren Zwillinge und bis ins letzte Haar gleich, sogar gleich gekleidet. Und beide total durchgedreht. Der Gitarrist machte die ganze Zeit Fratzen und sprang rum wie von der Tarantel gestochen. Richtig geil.

Der Sänger und Leadgitarrist legte ähnlich viel Bewegungsmoment an den Tag, gepaart mit (meiner Meinung nach) gespieltem Vollrausch und dezenter Desorientierung. Gesungen haben letzten Endes alle irgendwie und irgendwann mal – bis auf den Schlagzeuger hatten auch alle Sologesangsparts. Im Grunde eine gut inszenierte Show mit viel Action und Bewegung, die für mich das mit der Musik völlig aufgewiegt hat. Ist einfach nichts für mich – zu fröhlich, zu spartanische Melodien, zu punkig. Aber trotzdem ein geiler Auftritt – insbesondere, als nachher die drei Gitarristen die Bühne verließen, um direkt vor dem Publikum den letzten Song zu zelebrieren. Dem Sänger von Samarah, der in der ersten Reihe stand, wurde dann noch die Ehre zuteil, den Song gitarrentechnisch ausklingen zu lassen. Will sagen: Der Sänger überreichte ihm sein Instrument. Coole Geste, coole Jungs. Hat Spaß gemacht.

Bastard

…sind ja bei uns keine Unbekannten, wenngleich ihnen meiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit zukommen sollte. Alex, Seve und mir sind Bastard noch recht gut in Erinnerung geblieben, hatten wir doch auf einer Emmes vor gefühlten 20 Jahren den Spaß unseres jugendlichen Lebens auf der Rockbühne. Bastard spielte auf (an die anderen Bands erinnere ich mich leider nicht mehr), wir waren todestrunken – und es war geil. Meine Lieblingsimpression dieses Abends ist Alex, damals noch mit langen Haaren, wie er sturzbesoffen auf der Bühne liegt (die Bühne war ein Steinpodest mit 2 Stufen davor, maximal 30cm hoch) und mit letzter Kraft der Kopf zur Musik schüttelt. Ich glaube, wir haben viel geschrien und durften zu “Boys are Back in Town” auch alle mal ans Mikro. Ein dekadenter Abend.

Hi Leute,
das war gestern ein genialer Abend in SLS. Das war Schnitzel mit Pommes und Salat. Nochmal vielen Dank an alle dir dort waren und für die phantastische Stimmung gesorgt haben. Eigentlich hätten wir noch ewig weiterspielen können, da hat wirklich alles gepasst. (Außer daß der Urpils am Ende ausging). Leider habe wir selbst keine Fotos gemacht. Wenn also jemand Bilder vom Gig hat, kann er uns die bitte per Email schicken (becker@bastard-rules.de). Wir stellen sie dann in unsere Galerie. Wenn Ihr unseren Newsletter bestellen wollt, einfach eine mail an dieselbe Adresse schicken. Neue Termine gibt’s demnächst auch noch.
Stay tuned Bastard

Am Samstag war unser Pegel nicht hoch genug, um ähnlich peinliche Leistungen zu vollbringen, aber Bastard haben wir dennoch genossen – diesmal etwas differenzierter und mit mehr Augenmerk auf Musik und Musiker.

Der kernige Rock von Bastard war arger Kontrast zur Vorband, nicht nur musikalisch, sondern auch was die Bühnenshow betrifft. Bastard waren deutlich gelassener, ständig qualmte irgendwo eine Zigarette. Das Image der vier Jungs passte zur Musik die sie machen. Der Gitarrist erinnerte an einen Slash ohne Hut (zumindest was Frisur und Zigarette betraf), der noch recht jung anmutende Schlagzeuger mit seinem Kopftuch sah Axel Rose nicht unähnlich. Alles in allem vier echte Rocker – die echten Rock mitbrachten. “Come home to Austin” ist leider der einzige Song, den ich namentlich nennen kann – nicht zuletzt, weil er seit der Emmas vor vier Jahren immer mal wieder Einzug auf selbstgebrannten CDs für’s Auto hält. Einfach ein schöner Titel, der an diesem Abend wieder mal gut rüberkam. So wie eigentlich der gesamte Auftritt von Bastard. Man ist gespannt auf mehr.

His Statue Falls

…waren ja, wie eingangs gesagt, der Grund für uns, das Sunset Festival zu besuchen. Ich persönlich kenne HSF schon ein bisschen länger, wenngleich es nie für ein Konzert oder ne CD gereicht hat. Ausschlaggebender Punkt für unser Erscheinen am Samstag war das Konzert von Shake the Pagoda Tree in der Vorwoche im Flexibel, das auch Sänger und Schlagzeuger von HSF besuchten. Nachdem wir uns die Zeit mit einem erquickenden Gespräch mit Sven von Samarah vertrieben hatten, war es also an der Zeit, den Mythos “Techcore” mal näher kennen zu lernen.

Los ging es mit dem uns schon bekannten Intro – ziemlich viel Super Mario gepaart mit schweren, abgestoppten Riffs. Kommt schonmal geil. Hatte ich auch nicht anders erwartet. Der Sound war gut, was daran liegen mag, dass wir (und ich ganz besonders) etwa 50cm von der linken Box entfernt standen, zeitweise vorne an die Bühne gelehnt. Man will seinen Helden ja nah sein ;) Erster Eindruck ist auf jeden Fall der, dass die Jungs ziemlich viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Rein äußerlich hatten alle bis auf einen Gitarristen gepflegte Vollbärte. Letzterer konnte nur einen Drei-Tage-Bart vorweisen. Nunja, das lassen wir durchgehen. Knatschenge Hosen und unifarbende Shirts tun ihr übriges, um das Bild zu vervollständigen. Sieht man eh selten – ne Band ohne Bandshirts. Aber gut, der Eindruck war kein schlechter, ich finde den homogenen Look interessant und auch irgendwie cool, spiegelt es doch wider, dass die Jungs auch neben der Musik noch was miteinander zu bereden haben.

Der Technopegel bleibt konstant hoch. Damit hatte ich nicht ganz gerechnet. Manchmal dachte ich an die 90er und an Blümchen (HSF scheinbar auch – “Jasmin W. knows how to mosh”), dann wieder an “Blood Stain Child”. Ich muss sagen, es ist gewöhnungsbedürftig, aber es macht Spaß. Was, wie ich finde, ein bisschen öde war, war dass HSF ein komplettes Lied ohne Instrumente laufen ließen. Einfach nur Utz Utz und Dingel Dingel. Wer gerne tanzt hatte sicher Spaß, ich fands nicht soooo derb. Aber ich tanze auch nicht gerne ;)

Wirklich im Gedächtnis geblieben ist mir leider kein Song bis auf den letzten. Und das auch nur, weil wir da allesamt auf die Bühne gebeten wurden – und das Angebot auch wahrnahmen. So standen wir also da, mit His Statue Falls auf der Bühne und moshten, so wie einst Jasmin W. Ab und zu musste ich einfach mal dem Herrn Schlagwerker auf die Crash prügeln, wenn mein Schwindel gerade zu groß war um weiter zu bangen.

Einziger großer Wehrmutstropfen war, dass das Konzert nur knapp 35 Minuten dauerte. Das mag Gründe haben, die mir aber scheinbar entgangen sind.

Fakt ist, es ist keine Mucke für jedermann. Viele Metalheads dürften sich damit schwertun. Ich fands und finds in der Summe eigentlich ziemlich geil, lädt es doch zum Mitmachen und Abfeiern ein. Die Jungs hatten viel Spaß auf der Bühne und haben sich mit ihren Fans bewegt, das gibt auf jeden Fall immer Punkte. Ebenso sehr geil finde ich die klaren Gesangseinlagen eines der Gitarristen. Geile Stimme. Musste mich da nur fragen, wieso der eigentliche Sänger an den Stellen immer an seinem Mikrofon vorbeisang ;) Nicht getroffen?

His Statue Falls werde ich mir wohl wieder ankucken, ggf. schon am Freitag im JUZ Neunkirchen. Macht einfach Spaß, da zuzuschauen.

Hach, ja…

Die drei Bands, die wir an diesem Abend gesehen haben, beschreiben den Charakter des Festivals recht gut – ziemlich progressiv und crossover. Punk, Rock, Techcore, da war für viele was dabei aber ich glaube nur die wenigsten konnten mit allem etwas anfangen. Wobei ich da keine Aussagen treffen sollte, immerhin entgingen mir 1,5 Tage des Festivals. Finde die Idee aber gut und den Veranstaltern sei hiermit von mir gedankt. Es war ein gut organisierter, friedlicher Abend (naja, die Klos hatten irgendwann kein Wasser mehr ;)) mit guter Musik und coolen Leuten – und das ganz umsonst. Ich hoffe, da finden sich auch in den Folgejahren noch viele Sponsoren und noch mehr Zuschauer, damit das Sunset Festival noch öfter stattfindet. Man sieht sich da ;)

Cheers

About Fabian Peter

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Am Samstag lud das Flexibel in Saarwellingen zu einem Metalcore/Deathcore-Event der Extra-Klasse ein. Shake the Pagoda Tree, A diary Entry, I heard the Silence und Back from Silence brachten die Hütte zum Kochen. Wir sind relativ willkürlich dorthin, als Alternative zum Saarlouiser Altstadtfest. Hat sich auf jeden Fall gelohnt. Im Folgenden ein kurzer Abriss des Abends – bzw. von dem, was ich noch davon weiß ;)

Back from Silence…

…haben den Abend eröffnet. Uns waren alle Bands des Abends unbekannt, aber wir sind da nicht kleinlich. Wenn die Jungs ihre Sache gut machen, machen wir unsere Sache auch gut und feiern kräftig ab. Das Flexibel war nicht schlecht besucht, immerhin war das ausnahmsweise mal ein “Themenabend” – 4 recht ähnliche Bands ziehen natürlich ein wesentlich homogeneres Publikum an, als man das vom Flexibel gewohnt ist. Viel aussagekräftige Infos habe ich über die Jungs nicht, aber ich glaube mich zu erinnern, dass sie in Lebach stationiert sind und am Samstag ihren ersten Gig spielten. Zudem tummelt sich der Gitarrist der Band auf youtube und veröffentlicht dort seit 2006 Riffs und komplette Songs sowie Cover in bester Qualität, die hoffentlich auch Einzug in die Songs von Back from Silence finden oder fanden.

Als Opener haben die Jungs Großartiges geleistet und von Anfang an das Tempo hoch gehalten. Mit vielen Melodicparts und säuselnder Akustikgitarre blieb man dem Metalcore treu und zumindest mir positiv im Gedächtnis. Ich hoffe, von Back from Silence noch viel zu hören. Da geht noch was in Zukunft. Als Schmankerl gibt’s noch ein Live-Video vom Samstag:

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Setlist Back from Silence

  1. Intro
  2. Forsaken
  3. Tragedy falls
  4. Song 5
  5. My Fate
  6. ISOTTWMAIBU

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I heard the Silence…

…waren zweiter Act an dem Abend, kommen aus Overlord (Überherrn) und proben beim Herrn Vier im Rocker Billy’s Cage. Eine wie es scheint noch recht junge Band mit viel Potential. Und eine von zwei Bands am Abend, die mit zwei Shoutern daherkommt – eine ja inzwischen nicht mehr ganz so ungewöhnliche Kombination, wenngleich ich wohl noch ein bisschen brauchen werde, um mich damit anzufreunden. Beide Fronmänner hatten aber auch clean einiges zu bieten und so entstand gesanglich ein ziemlich abwechslungsreiches und vor allem brachiales Gesamtbild.

Während des Auftritts musste wohl auch eine Gitarrensaite dran glauben – die Zeit wurde jedoch gut genutzt und mit einem ziemlich geilen Schlagzeugsolo gefüllt. Hut ab. Im Allgemeinen muss man sagen, dass die Schlagwerker an diesem Abend erstaunliche Leistungen vollbracht haben – wobei alle noch recht jung sind. I heard the Silence haben mir viel Spaß gemacht und uns auch ziemlich ins Schwitzen gebracht – ist auf jeden Fall was, was ich mir gerne nochmal ankucke.

Die Jungs waren überigens sehr großzügig und haben mir ein T-Shirt und die Sticks des Drummers vermacht, die es im Anschluss auch zu gewinnen gibt. Könnte ja mal viel wert sein ;)

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Setlist I heard the Silence

  1. Intro
  2. Talker or Doer
  3. Deadly Sins
  4. Reckless
  5. Vanished Memories
  6. Once
  7. Made Forever
  8. Outro

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A diary Entry…

…waren die zweite Band des Abends, die uns mit zwei Shoutern beglückte. Ebenfalls eine Band, die gut Gas gegeben hat und uns zum Schwitzen brachte. Ich glaube, meine Mitstreiter fandens sogar geil genug, um sich auszuziehen ;)

Wirklich im Kopf blieb mir vor allem die Bewegungsfreudigkeit von A diary Entry – irgendwann fing einer der Shouter an, Liegestütze zu machen (gibt’s auch ein Foto von weiter unten). Musikalisch haben sie im Vergleich zu ihren Vorgängern nochmal richtig aufgedreht und Gas gegeben.  Schade, dass es auf Myspace nur einen Song zu hören gibt, ich hätte Bedarf nach mehr und hoffe, dass die Jungs bald ein Album oder eine EP nachschieben. A diary Entry, definitiv auch was für den Merkzettel :)

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Setlist A diary Entry

  1. Do Dummies get Headache too
  2. June
  3. The Washout
  4. Every Jack will find his Jill
  5. What a day
  6. You can’t kill Bobby Sixkiller

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Shake the Pagoda Tree…

…kommen aus Dortmund und hatten damit eine nicht unwesentlich lange Fahrt hinter sich – und das nur, um uns im Flexibel zu beglücken. Den Jungs sieht man an, dass sie in ihrer Musik aufgehen und das hat man auch live gemerkt. Wieder sehr erwähnenswert der Schlagzeuger mit seinen maschinengewehr-ähnlichen Blastparts und das mit 19 Jahren. Traumhaft, sowas müsste man züchten, damit wir alle was davon haben :) Look & Feel bei STPT war ein bisschen wie bei The Devil Wears Prada. Das schmucke kleine “Keyboard”, hämmernde Rhythmen. Einzig der Gesang erinnerte mich mehr an Winds of Plague oder Despised Icon. Die Jungs hatten viel zu bieten und haben auch echt Spaß gemacht. Für meine Begriffe musikalisch an diesem Abend am weitesten vom Rest der Bands entfernt, da mitunter viel geknüppelt wurde und das Gros der Melodie wirklich vom Keyboard kam. Techcore halt. Kann man gut zu moshen ;)

Die weite Fahrt hat denke ich gelohnt, die Hütte war doch recht voll, die Leute hatten Spaß. Zu guter Letzt konnte ich noch ein von STPT handsigniertes T-Shirt abgreifen, auf dem auch Max, der Schlagzeuger von His Statue Falls, unterschrieben hat. Sozusagen als Gimmick. Wird auch rausgehauen. Mehr dazu am ende des Beitrags.

Shake the Pagoda Tree kann man im August nochmal im Juz Neunkirchen bewundern, zusammen mit His Statue Falls, A diary Entry und Haribo macht Kinder Froh (NL). Sollte man nicht verpassen.

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Setlist Shake the Pagoda Tree

  1. Intro
  2. Collect all Zodiacs
  3. Innocent High
  4. Eden Cake
  5. Heart Hover Hesitate
  6. Cathleen
  7. Magic Johnson

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Jo…

Also alles in allem ein geiler Abend, könnte gerne öfter sein. Wir haben uns spontan als Neu-Fans von vier uns bis dato unbekannten Bands bekannt und auch mal wieder festgestellt, wie viel Schmerzen man nach so einem Konzert haben kann. Ganz großes Highlight war für mich im Allgemeinen der Sound an dem Abend – der war nämlich durchweg klasse. Die Mucke kam gut rüber, war ein akustisch einwandfreies Liveerlebnis.

Wie ja angesprochen gibt’s auch wat zu gewinnen und ich hoffe, das nimmt auch jemand wahr ;) Als da wären:

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1. SHAKE THE PAGODA TREE – T-Shirt Größe M, handsiginiert von der Band und Max (von His Statue Falls)

2. I HEARD THE SILENCE – T-Shirt Größe L

3. I HEARD THE SILENCE – 2 Drumsticks, handsigniert

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Um was davon abzugreifen hinterlasst mir einen Kommentar oder schickt mir eine E-Mail an blog[at]iamhavoc.de und teilt mir mit, wie euch der Abend gefallen hat oder, falls ihr nicht da wart, was euch an den Bands so gut gefällt. Aus allen Teilnehmern werden dann die drei Gewinner ausgelost. Also tut mir und den spendablen Jungs einen Gefallen und nehmt auch teil ;) Porto geht auf meine Kosten, falls wir die Gewinne nicht mal auf einem Konzert persönlich übergeben, euch entsteht also kein Nachteil. Am Ende haltet ihr wertvollen Merch und handsignierte Kultgegenstände in den Händen – in 10 Jahren freut ihr euch dann doppelt drüber, wenn die alle mal berühmt sind ;)

Im Anschluss dann noch die von uns gemachten Bilder des Abend, alle unter der  CC-BY-Lizenz veröffentlicht. Shot by: Alexander Klein & Fabian Peter.

About Fabian Peter

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Nun. Ich hab mir das Ding am Freitag auf dem Contest dann mal gekauft (4€, wovon 2€ an Rocker mit Herz gingen). Wird definitiv jedes Jahr hübscher die Scheibe. Diesmal wieder zwei CDs und schönes Booklet. Für 4€ ziemlich viel Material in der Hand. Ich bin ja nun keine Koryphäe der Kategorie metal.de oder sonst ein prestigeschwangeres Magazin, sondern nur ein kleiner Emporkömmling, der zu allem ne Meinung hat – aber die lass ich mir nicht nehmen und deswegen gibts nun auch von mir ein:

Der Sampler kommt dieses Jahr mit 23 Songs daher, die ich mir jetzt, mal mehr, mal weniger ausführlich vorknöpfen werde.

[divider]CD #1[divider]

1. Slaves under machine Gods [Molten Human Skull]

Schönes Brett. Brauch man nicht viel zu sagen, geht rein, setzt sich fest und bleibt im Ohr.

2. North From Here [Demonic Token]

Dadrüber haben wir ja in letzter Zeit genug gelesen ;) Hier und hier. Gefällt einfach.

3. Endless Void [Wolf im Manne]

Gabs ebenfalls hier schon was. Ist ein cooler Song, die Gesangsspur stammt aber scheinbar noch vom alten Sänger. Kommt live sehr viel besser als auf der Scheibe.

4. John Dee [Her Dying Light]

Was den Mann von metal.de an 69 Eyes erinnert, bringt mir direkt nen Gedanken an Sentenced in die Hirnlappen. Natürlich nicht 1:1 anwendbar, aber der Gesangsstil von John Dee erinnert stellenweise stark an Ville Laihiala. Auch Edge of Sanity schossen mir da kurz durch den Kopf, allerdings nur mit einem Song (“Sacrificed”). Auf jeden Fall nen schönes Lied.

5. Gravety [Keeper of Souls]

Da war ich erstmals ein bisschen verwundert. Ist meine persönlich erste Berührung mit Gravety, allerdings lese ich immer mal wieder in einschlägigen saarländischen Communities, dass Gravety so arg toll seien. Entweder ist es trotz oder gerade wegen der einfach gehaltenen Rhythmusparts und dem doch stark an die 90er Jahre erinnernden Sound. Haut mich nicht aus den Schuhen, aber nichts desto trotz, der Refrain hat was. Ist halt Geschmackssache und gewiss bin ich da übermäßig angefixt von den Lobhymnen, die man auf sie singt. Kann ich schlichtweg nicht teilen, ist vielleicht aber auch eine Frage des Alters.

6. Profanus Nathrakh [Nefaria Inhumanitas]

Black Metal ist jetzt eigentlich nicht so mein Ding, was hauptsächlich an der Idee liegt, die viele Schwarzmetaller repräsentieren. Musikalisch kommt mir das oft zu langweilig rüber. Profanus Nathrakh jedoch geht mir gut rein, vor allem, wenn man das Gesamtpaket betrachtet. Ein Ein-Mann-Projekt zwar, und doch qualitativ hochwertiges Material, eine fette Myspace-Seite und ein 10-Track-Album im Digipack. Daumen hoch.

7. Half Past Dead [Insane Clown Posse]

Verhältnismäßig kurzer Song, wenn man die Durchschnittslänge auf dem Sampler betrachtet, aber geil. Knüppeldicker Hardcore aus Saarbrücken, guter Sound, passt.

8. Masquerade [Demon's Dance]

Auch vor kurzem hier angerissen. Deftiger Rock aus Dingbert – Gesang mit Wiedererkennungswert. Erinnert mich immer ein bisschen an Südstaaten-Garagen-Rock. Weiß auch nicht recht warum.

9. Invokation [Compulsive Behaviour]

Invokation mit ihrem direkten Death Metal gehen auch direkt ins Ohr. Mit 6:48 Minuten der zweitlängste Song des Samplers, geht “Compulsive Behaviour” von Anfang bis Ende erbarmungslos ab. Ist aber auch das erste Lied bisher, bei dem ich mir nen besseren Sound wünschen würde. Da geht denke ich viel vom Charme des Songs verloren. Da bleibt die Hoffnung auf den nächsten Live-Gig und eine hoffentlich bald kommende neue CD ;)

10. Heralder [Edge of Life]

Nachdem ich “Edge of Life” keinem der Heralder-Releases zuordnen konnte, nehme ich einfach mal an, dass es ein neuer Song ist, der für den Sampler oder für eine neue CD geschrieben wurde. Ist eindeutig nen Heralder-Song, soviel ist klar. Für mich nur etwas verwunderlich ist die verhältnismäßig magere Soundqualität, wenn man bedenkt, dass Heralder da schon anderes lieferten. Der Song selbst geht gut rein. Freue mich schon, den mal live zu hören. Für die Akten: Aufgenommen in alter oder neuer Besetzung? Klingt mir nach 2. Sängerin.

11. Jokers Drive [Kindchen, Kindchen]

Joker’s Driver haben mich definitiv überrascht. Im letzten Jahr mit “Asyl” irgendwie so gar nicht überzeugend, geht mir “Kindchen, Kindchen” richtig gut ab. Auch dieses Jahr ist soundtechnisch noch was rauszuholen (Gitarre und Bass ein wenig aufeinander abstimmen), aber der Song selbst ist hitverdächtig. Ist natürlich etwas gewöhnungsbedürftig, der bodenständige Rock im Zusammenspiel mit den doch recht mittelalterlich gehaltenen Lyrics, aber auf kurz oder lang hat das denke ich Erfolg. Weiter so.

12. Maloik [Otherworld]

Wurde auch hier und hier schon ausführlich drüber geschrieben. Geht mir live deutlich besser ins Ohr, ändert aber nichts an der Qualität des Songs. Out of the dirt he rises…

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CD #2[divider]

1. Celesta [Leave]

Celesta wollte ich eigentlich am Freitag im Flexibel sehen. Nachdem der Bandcontest auf den gleichen Tag fiel, war der Samstag darauf im Fokus, was aber aus verschiedenen Gründen auch nicht klapperte. Wenn ich mir das so anhöre kann ich nur sagen: Schade. Da ist mir definitiv was entgangen. Werde ich aber alsbald nachholen. Der Song mutet zu Anfang ein bisschen wie Sirenia an, hat nen leichten Gothictouch. Die starke Stimme der Frontfrau gibt dem ganzen aber erst die rockige Note, die eine Zuordnung in die Metalkategorie rechtfertigt. Macht auf jeden Fall Spaß der Song.

2. ICON [Lies]

Ha. Erster Gedanke: “Kyrptonite”. Die Akustikgitarre mutet an wie der Song von 3 Doors Down. Aber auch nur bis zum Taktende, da wirds etwas düsterer. ICON gewinnt definitiv den Preis für den besten Sound des Samplers. Schönes Todesbleigewitter, auch von der Komposition her einer meiner Favoriten auf der Scheibe.

3. Banished Force [Alienation]

Kommt direkt schon sehr trashig rein und bleibt auch so. Geht mir wie bei vielen Thrashsongs, da kann ich mit dem Gesang einfach nichts anfangen. Fällt mir sehr schwer, dem da zu folgen. Nichts desto Trotz nen starkes Stück.

4. Winter [White Darkness]

Der Anfang ist direkt schonmal sehr geil. Generell ein recht atmosphörisches Black Metal Lied, allerdings nicht so ganz die Sparte, die ich persönlich gerne höre, da zuviel Redundanz und Langatmigkeit. Bei Winter sind ja auch einige Jungs von North From Here, unter anderem der Sänger. Bemerkenswerte Stimmvielfalt, die er da an den Tag legt.

5. Resistance of Yield [Bloodrevenge]

Auch wieder so ein Beispiel dafür, dass solch ein Sampler oft nicht ausreicht, um die Qualität einer Band widerzuspiegeln. ROY durfte ich zuletzt im Mai auf dem Battle of Metal bestaunen und muss sagen, die kommen live zigfach geiler als auf Platte. Kann man ja keinem zur Last werfen, will aber mal erwähnt sein. Der Song kommt knüppeldick rüber und bohrt sich in die Hirnwindungen. Geil.

6. Uriels Wings [Sleeper]

Find ich ja auch nur geil. Wenn ich das richtig höre, übernimmt die Frau mit der markanten Stimme auch die deftigeren Vocalparts in dem Song. Daumen Hoch. Die Musik selbst weiß ich gerade nicht so recht einzuordnen, aber auf lange Sicht dürfen wir sicher noch mehr von Uriels Wings erwarten.

7. Ancient Gods [Burning Lies]

Die Ancient Gods hab ich zuletzt letztes Jahr in Losheim gesehen und muss zugeben, dass ich damals nicht viel damit anfangen konnte. Mit “Burning Lies” sieht das schon anders aus. Der Song fetzt und hat Hitqualität. Kann mich nicht erinnern, letztes Mal soviel an der Stimme des Sängers gefunden zu haben – da hat sich wohl ein bisschen was getan. Klingt auf jeden Fall super und der Song geht ins Ohr.

8. Autumnight [404 NOT FOUND]

Autumnight ist ja eigentlich nicht gerade das Standardklientel eines Metalsamplers, haben sich aber ihren Platz auf der Scheibe redlich verdient (wenn’s da was zu verdienen gab…). “404 Not Found” hat Ohrwurmcharakter und geht mir seit Tagen nicht ausm Kopf. Ist vielleicht etwas progressiver als es die Mehrheit der Samplerhörer gewohnt sein durfte, aber dennoch ein gut durchdachter und spielerisch anspruchsvoller Song. Besonders das gedoppelte Solo von Gitarre und Keys hats mir angetan – zumal es live auch absolut genial kommt. Ganz, ganz großes Kino hier von Autumnight.

9. Une [Obey]

“Obey” ist mein heimlicher Favorit auf der Platte. Nicht nur, dass die Dame stimmlich einfach nur unter die Haut geht, die schnelle Strophe und der hintergründige Text machen den Song für mich zu nem Highlight. Würde ich unglaublich gerne mal live sehen.

10. Societas Noctis [In dunklen Traumes Nebelschwaden]

Auch ein gutes Stück. Ein bisschen black, ein bisschen Death, ein bisschen irgendwas und definitiv ein bisschen Eisregen machen “In dunklen Traumes Nebelschwaden” aus. An den Stellen im Lied, an denen der Sänger ausnahmsweise mal seine natürliche Stimme einsetzt, musste ich direkt an (die alten) Letzte Instanz denken mit Liedern wie “Gewissen” und “Pennywise”. Gefällt mir sehr gut. Auch was fürs Liveprogramm.

11. Arctic Winter [Avalanche]

Der letzte Song des Samplers ist für mich ein bisschen schwer zu packen, ist das doch so gar nicht meine Richtung. Der Song fängt schleppend und verregnet mit einem Akustikgitarren-Intro und seichtem Gesang an, knallt aber nach gut zweieinhalb Minuten in heavy-metal-Manier rein. Ich bin kein Kenner von Bands wie Iron Maiden und dergleichen, aber das war das erste, woran ich bei “Avalanche” denken musste. Steinigt mich dafür. Ist schön anzuhören, allerdings, wie gesagt, so gar nicht meine Richtung.

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Fazit[divider]

Der Sampler ist mal wieder ein ganz großes Stück saarlandischen Kulturgutes geworden. Jahr für Jahr bringen die Microphonics unermüdlich den Sampler raus und Jahr für Jahr wird er besser. Dieses Jahr im 2-CD-Pack mit 23 Songs ist das schon seine 4 Euro wert, wobei ich auch 10 bezahlt hätte. Qualitativ hat sich viel getan seit den Anfängen – Aufnahmen in Proberaumqualität gabs diesmal gar keine und solche, die ich als wirklich mies empfunden hätte eigentlich auch nicht. In diesem Sinne ein großes Lob an alle Teilnehmer und meinen Dank an die Initiatoren, die das alles hoffentlich noch lange weiterführen – oder zumindest für Nachfolger sorgen ;)

Also, liebe Metalheads aus der Region, kauft euch doch einfach die Scheibe, bei vielen “Anbietern” tut ihr damit zusätzlich noch was für “Rocker mit Herz” und somit für Kinder in Not. Und natürlich für die Band, die die Scheibe verkauft.

Für die nächsten Jahre könnte ich mir vorstellen, um den Sampler herum auch konzerttechnisch was aufzubauen. Sei es ein Leser-/Online-Voting, das 5 oder 10 Bands vom Sampler feststellt, die dann live spielen dürfen oder gar ein Saarland Underground Festival? Immerhin wachsen unsere regionalen Festivals jährlich über das Regionale hinaus und machen kaum noch Platz für die Bands aus der Region – was man ihnen nicht verübeln kann. Man wird sehen. Ich freue mich jedenfalls aufs nächste Jahr und den nächsten Sampler, der hoffentlich bei größeren Magazinen mal mehr positive Kritik einfährt ;)

Cheers

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Diesen Freitag, den 23. Juli 2010, tagte im Devils Place die Feuerfänger-Fraktion, um den Bandcontest zum diesjährigen Feuerfänger Festival auszurichten. Ziel ist, aus den den fünf spielenden Bands die auszuwählen, die am 18. September 2010 das Feuerfänger Festival eröffnet. Es traten gegeneinander an, in folgender Reihenfolge:

- Affliction
- Endless Void
- North From Here
- Maloik
- Masquerade

Eine bunte Mischung metallischer Spielarten.

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AFFLICTION…

beginnen mit einem todesbleihaltigem Brett der Extraklasse und bestätigen erstmal den brachialen Eindruck, den ich vorweg von ihnen hatte. Ich kannte die Band nur von privatem Kontakt in Sachen Konzertakquise und von meinem Lieblingsbassisten (Dennis Roloff), der mit dem ein oder anderen Affliction-Member wohl mal was hatte (wohlweislich musikalischen Kontakt und sonst NICHTS! ;)). Was mir im Gedächtnis blieb war ziemlich viel Härte und kompromissloser Death Metal. Heute frage ich mich, woher diese einseitigen Eindrücke kamen. Spätestens ab dem zweiten Song wissen die Jungs mit ziemlich viel Melodie und gut platzierter Rhythmik zu überzeugen. Das Monster am Mikrofon hatte mich ohnehin schon beim Hallo und verlor auch während des Auftritts nichts von seinem vernichtend tieftönenden Charme. Einfach passgenau zu den Rhythmen und Melodien der Instrumentalisten. Die letzten beiden Songs erinnerten mich zeitweise stark an Amon Amarth – sehr melodische Shredparts und tiefe Growls, allerdings mehr Soli als man von Amon erwarten dürfte. Alles in allem hat mich der Auftritt überrascht, da ich eigentlich nur Geknüppel erwartet hatte, stattdessen aber melodiereiche, zum mitmachen einladende Hymnen bekommen habe. Der Auftritt der Jungs war ein guter Opener für den Contest und gereichte auch zum verdienten ersten Platz am Ende des Abends.

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Setlist Affliction:

  1. “El Openero” (Arbeitstitel)
  2. Died for Nothing
  3. High Moon
  4. Hymn of Revolution

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ENDLESS VOID…

kannte ich noch vom letzten Jahr aus Losheim (Vorentscheid zum Rock Area Festival 2009) und wenn ich mich nicht täusche hat sich bis auf den Mann am Mikro seitdem nicht viel geändert. Der alte Frontmann grölt jetzt für Killed by Accident (ex-Split Second). Die Mischung aus Deathcore, Mittelalterrhythmik und Geigenmusik kam beim Publikum unterschiedlich gut an. Die Positionierung der Jungs und Mädels auf der Bühne zeichnete schon ein interessantes, dazu passendes Bild: Auf der linken Seite, bzw. der Mitte: Frontmann und Leadgitarrist. Beiden konnte man die Nähe zum Death- und Hardcore ohne weiteres ansehen. Ein moderner Line6 Modeling-Amp unterstrich den jungen und modernen Eindruck, der auf der linken Seite entstand. Rechts dann Rhythmusgitarre, Bass und Geige. Das wirkte schon ganz anders: Der Bassist spielte ein B.C. Rich Warlock-Modell, dann die junge Frau an der Geige mit ihren an Letzte Instanz erinnernden Melodien – das war wohl die eher traditionellere und mittelalterlichere Seite, die sich in den Songs widerspiegelt. Endless Void spielten 4 Songs gemischter Natur. Bei den ersten beiden dominierten die Deathcore-Elemente, untermalt von den Screams und Pigsqueals des Frontmanns. Song Nummer 4 begann dann unerwartet anders mit einem Schlagzeug-Rhythmus, untermalt von einer eingängigen, schnellen Geigenmelodie. Man dachte direkt an Letzte Instanz, Schandmaul oder gar Tanzwut. Der Eindruck blieb auch während des Liedes bestehen. Der Song lud zum tanzen und mitmachen ein, war aber leider auch für die Geigerin das Highlight des Abends, da ihre Parts ansonsten recht dünn ausfielen. Das, so habe ich mir sagen lassen, lag aber daran, dass sie eigentlich im Urlaub sein wollte und nicht sicher war, ob sie am Contest teilnehmen könne. Daher wurden vorab mehr Songs geprobt, die ohne Geige auskommen. Verständlich, dennoch schade.

Endless Void polarisieren definitiv. Die Mischung aus modernen und traditionellen, bzw. mittelalterlichen Elementen ist nicht jedermanns Sache, der eigentlich völlig unverständliche deutsche Gesang ist auch oft schwer zu verdauen – alles in allem ist es aber eine mutige Sache, sich musikalisch an was Neuem zu probieren und es zu präsentieren und für die Band selbst sicher auch eine große Leistung, die vielen Einflüsse und Ideen konzeptionell zu verarbeiten. Mir hat’s sehr gut gefallen und ich bin auch für die Zukunft gespannt, was aus Endless Void wird. Sie bespielen eine Nische, die wahrscheinlich nicht den Geschmack der Masse trifft – aber welcher Metaller tut das letzten Endes schon?

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Setlist Endless Void:

  1. Violence and Hate
  2. Endless Void
  3. Dein Sturm
  4. Wolf im Manne
  5. Tag der Sünden

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NORTH FROM HERE…

wurden hier ja mit ihrem Album “Demonic Token” vor einigen Tagen gereviewt. Von der Platte spielten sie am Freitag leider nur einen Song, “Demonic Token”, als Opener. Nachdem die Band ja laut Myspace-Seite nach wie vor einen Schlagzeuger sucht, war ich schon ein bisschen gespannt, wie sie das live dann meistern würde. An den Kesseln saß dann das Mastermind, das auch für Gitarre und Synths bei North From Here verantwortlich ist – die zweite Gitarre wurde von einem Bekannten der Band gespielt, der für einige Gigs aushelfen wird, bis die Jungs einen festen Gitarrero gefunden hat. Gemerkt hat man jedenfalls nicht, dass da jemand von außerhalb mitspielte: Die Performance war fehlerfrei und gut. Nach dem Opener folgten drei neue Songs, die ich noch nicht kannte, die aber ordentlich reingingen. Schnell und eingängig, da musste man mitmachen. “Destination X”, “North” und “Over the Line” sollen wohl aufs neue Album und kamen beim Publikum ziemlich gut an. Insbesondere “Over the Line”, der mich schon wieder an einen Song für gebrochene Herzen erinnert, lud auch zum Mitsingen ein. Einziger Negativmoment an dem Abend waren einige Vocoder-Samples, die dermaßen laut waren, dass man sich den Gehörschutz mit Gewalt ins Ohr rammen musste, um keinen Trommelfellriss zu riskieren. Ich bin ja ohnehin der Meinung, dass die Stimme des Sängers völlig ausreicht und man die Vocoderparts schlichtweg streichen könnte. Der Frontmann klingt nämlich auch live einfach nur genial. Mich haben North From Here live ebenso begeistert wie auf CD und ich hoffe in Zukunft noch mehr von ihnen sehen und hören zu können.

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Setlist North From Here:

  1. Demonic Token
  2. Destination X
  3. North
  4. Over the Line

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MALOIK…

spielten letzte Woche schon im Devils Place auf, dazu gibt’s ja auch nen Schrieb von mir. Diesmal mit kürzerem Set, 5 Songs insgesamt, waren sie aber nicht weniger geil. Der Frontmann kam dezent gekleidet im langen schwarzen Mantel mit Sonnenbrille. Zumindest letztere fiel irgendwann den Lichtverhältnissen im Devils Place zum Opfer. Der Mantel blieb – muss ganz schön heiß gewesen sein. Maloik haben sich bravourös durch ein gut gewähltes Set gespielt und mit “Threshold” einen Knaller ans Ende gesetzt, der im Gedächtnis blieb. Charmant immer wieder die kurzen Einlagen des Bassisten, der das Publikum mit Zoten und einiger Ironie bei Laune hält ;) So viele Langhaarige online…Auch wieder massiv faszinierend für mich war der (junge) Mann an der Schießbude, der fehlerfrei um sein Leben geknüppelt hat. 15 Jahre jung und bestimmt vom Dämon besessen. Da ich ja letzte Woche schon recht ausführlich berichtet hatte, will Ichs mal nicht übertreiben, denn an der Qualität des Auftritts hat sich nicht viel geändert. War einfach genial und hat, ebenfalls verdient, zum ersten Platz des Abends geführt. Ja. Es gab zwei erste Plätze. Dazu später mehr. Ganz großes Kino, freue mich aufs nächste Mal!

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Setlist Maloik:

  1. Ghost of Revolution
  2. Holy Law
  3. Payback
  4. Otherworld
  5. Threshold

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MASQUERADE…

waren mir bis dato völlig unbekannt, womit ich aber scheinbar einer Minderheit angehöre. Die Jungs hatten die merklich größte Fanmasse an Bord und damit zu später Stunde als Headliner das Devils Place nochmals richtig zum Kochen gebracht. Der deftige Rock der dem Publikum ins Ohr tönte, hatte es in sich und das nicht zuletzt wegen der markanten Stimme des Frontmannes. Für mich leider beim ersten Song schon fast durchgefallen für diesen Abend, weil ich es einfach unseriös finde, einen (Underground-)Bandcontest mit Coversongs zu bestreiten.

Von den 5 gespielten Songs waren drei gecovert. Die Performance war hammer, soviel muss einfach gesagt werden. Die Songs kamen gut an und wurden auch gut umgesetzt. Aber, und scheinbar bin ich mit dieser Meinung nicht alleine, wenn man das Endergebnis berücksichtigt, es geht bei so einem Wettbewerb um Eigenleistung und ich denke man nimmt sich viel Arbeit und letzten Endes Respekt, wenn man auf Werke anderer Künstler zurückgreift. Gegen einen Coversong hätte ich nix gehabt – besonders, wenn er viel eigene Note enthält. Drei sind mir einfach zuviel, vor allem, wenn sie fast 1:1 nachgespielt werden. Das stellt einfach den Sinn des Wettbewerbs in Frage. Wie gesagt, das hat sich wohl auch in der Bewertung niedergeschlagen. Aber dennoch waren die Jungs megageil und haben ordentlich Stimmung gemacht und das ist die Hauptsache. Ich hatte viel Spaß während des Auftritts und ich denke, der Rest des Publikums ebenfalls.

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Setlist Masquerade:

  1. Leather Rebel
  2. Primal Instinct
  3. Evil
  4. Demon’s Dance
  5. Old School
  6. Paranoid

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Das Ende vom Lied…

Gewinner des Contests sind somit also Affliction und Maloik, die aller Wahrscheinlichkeit nach gemeinsam auf zwei Bühnen das Feuerfänger Festival eröffnen werden. Für mich eine gute Lösung, die so hoffentlich auch umgesetzt wird. Beide Bands werden sich wohl kaum Zuhörer nehmen, dafür sind die Stilrichtungen einfach zu verschieden. Zu gönnen ist es beiden Bands auf jeden Fall, dass sie an dem Tag volle Spielzeit bekommen, dafür haben sie auf dem Contest auch hart geschuftet ;)

Die Idee, den letzten zu vergebenden Slot des Festivals über einen Contest zu besetzen ist ja nun nichts neues, aber gerade in diesem Fall etwas einvernehmlich gutes, das auch gut umgesetzt wurde. Da der Gewinner nicht nur vom Publikum, sondern auch von einer Jury mitbestimmt wurde, war schonmal gesichert, dass die angekarrte Fanmasse alleine nicht für einen Sieg ausreicht, wie das zum Beispiel auf dem Rock Area Battle of Metal 2010 der Fall war. Jedem Besucher zwei Stimmen einzuräumen war aber der eigentliche Clou. Ich denke mal fast jeder ist für seine Lieblingsband angereist und hatte damit eine von zwei Stimmen ohnehin verplant. Die zweite Stimme jedoch konnte man rein nach Leistung der Bands vergeben, ohne seinen Favoriten damit zu übervorteilen. In jedem Fall eine gute Idee, die auch Erfolg hatte. Für mich spiegelt das Ergebnis auch wirklich die Leistungen der 5 Bands wider und das will mal was heißen. Ein Wahlverfahren, dass man sich so auch für zukünftige Wettbewerbe wünscht.

Alles in allem wars ein geiler Abend, in einer geilen Location mit geilen Bands, die gemeinsam die Hütte gerockt haben und die es auch alle verdient hätten, das Feuerfänger Festival zu eröffnen. Gereicht hat es schlussendlich für Affliction und Maloik. Die beiden dürfen wir dann hoffentlich gemeinsam am 18.9.2010 auf dem Feuerfänger Festival bestaunen.

Hiermit dann ein Dankeschön an alle teilnehmenden Bands für die guten Shows, an die Veranstalter des Abends (Feuerfänger, Devils Place) und die Jury, die nen guten Job gemacht hat. Ich persönlich freue mich auf weitere Events dieser Art. Das macht Laune. Cheers.

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Von den Jungs von North From Here bekam ich heute deren Debut-Album “Demonic Token” in die Hände. Eingespielt in Unterbesetzung (Stefano Secchi, der Mann an der Gitarre, steuerte für das Album auch Synths und Drums bei) ist die Scheibe dennoch rund und dem Multitalent an Gitarre und Schlagzeug muss man einfach ein Kompliment für seine hervorragende Leistung an beiden Instrumenten machen. Wie die Jungs das Besetzungsproblem live meistern werden, davon kann ich mich dann morgen überzeugen, auf dem Feuerfänger Bandcontest im Devils Place. Denn laut Myspace-Seite fehlt nach wie vor ein Schlagzeuger. Also, an alle Drummer da draußen: Melden. North From Here hat Potential, es weit zu bringen.

Das Intro des Albums macht für mich erstmal keine verlässliche Aussage über die Qualität des restlichen Albums. Man muss dazu sagen: Mich haben die Synths erstmal ein bisschen erschrocken. Das Intro mutet sehr verspielt an – was man, zum Glück, vom Rest des Albums nicht sagen kann.

Song Nummer zwei, “Breaking Dawn“, zeichnet da schon ein ganz anderes Bild. Es wird recht schnell klar, womit man bei der Platte zu rechnen hat. Nämlich mit deftigem Melodic Death Metal der Marke (alte) Norther und Skyfire. Die Jungs haben das sicher schon öfter gehört. Der Sänger klingt wirklich fast original wie Petri Lindroos, der ehemalige Sänger von Norther.

Payback” setzt wieder stark auf Synthetik und ist auch etwas gediegener als der Vorgänger.

Burning Beyond” startet als erster Song ohne Synths, ist ebenfalls etwas langsamer und tragender. Nach dem Intro folgt erstmal ein Motiv, das gut und gerne auch von Insomnium sein könnte. Sehr melodisch mit rhythmischer Untermalung. Sehr genial an dem Song, die Soli von Gitarre und Keys. Lassen mal wieder Norther-Feeling aufkommen. Das letzte Drittel des Songs wird von leichtem Synth und klingenden Gitarren eingeleitet und bietet dem Sänger Grundlage für eine gedoppelte (und womöglich gepitchte) Erzählung der Marke Dimmu Borgir und Agathodaimon. Sehr düster aber sehr schön anzuhören.

One more Lie” steigt wieder mit Keys ein. Klingt vorweg nach nem Song für gebrochene Herzen. In dem Song wirkt die Elektronik etwas überwältigend – prägnante Synths und die Vocoder-Stimmen überlagern die meiste Zeit den Rest der Instrumente. Würde ich persönlich ein bisschen runterschrauben.

Beyond Horizon” knallt dagegen erstmal so richtig rein. Kurzes Schlagzeug-Intro und ab geht’s mit fetzigen Double-Bass und gedoppelten Leadsynths und -gitarren. Das Lied bleibt im Schnitt recht schnell, spielt aber auch mit Wechseln zwischen langsamen und sehr schnellen Rhythmusparts. Insbesondere beim Solo kommt der Wechsel ziemlich gut.

North from Here“, gleichzeitig der Name der Band und des vorletzten Songs auf dem Album, kommt sehr langsam und tragend rein, überfällt aber spätestens bei der Strophe wieder mit sehr mächtigen Synths und Vocoderparts. Der Pre-Chorus zieht das Tempo wieder an und macht Lust auf mehr, was im Refrain selbst auch geboten wird.

Der letzte Song, “Demonic Token“, kommt mit einem Zusammenspiel von Synths und abgestoppter Rhythmusgitarre rein, zieht schnell und kompromisslos weiter und gipfelt in einer Strophe, die einfach so sehr nach Norther klingt, dass einem das Herz aufgeht. Schnelle Rhythmusgitarre, prägnante Drums und ein passender Leadsynth dazu untermalen die Geschichte des Sängers. Schnell gehts auch weiter bis zum letzten Drittel des Songs. Der beginnt mit einem sehr an Techno erinnernden Break zum Rest des Songs, untermalt von einer Alarmsirene, ist aber nur die Vorhut zum folgenden Geknüppel und den Soli. Der ganze Song schreit Norther und das ist auch gut so.

Fazit

Das Album kommt sehr traditionell daher, wenngleich viel mit Elektronik gearbeitet wird. Man denkt sofort an die alten Norther, Skyfire und Ensiferum – und das nicht nur wegen der erinnerungsträchtigen Stimme des Sängers. Ich persönlich stehe voll auf das ältere Material von Norther und bin dem Album daher sehr zugetan, wobei ich sagen muss, dass man die Synthesizer ein bisschen mehr in den Hintergrund stellen könnte und im gleichen Zuge mehr schnelle Parts einbauen könnte. Das Album als solches klingt sehr rund und durchdacht, aber ein bisschen mehr Speed hier und da würde ganz sicher nicht schaden, eher noch zum Bangen und Mitmachen einladen.

Mein persönlicher Favorit ist “Burning Beyond”, schwer zu sagen wieso, ist einfach so. Beim Hören der Platte wird einem einfach warm ums Herz, weil man viele Elemente wiedererkennt und weil die Jungs einfach was von dem verstehen, was sie da machen. Für ein Debut-Album ist das ganz großes Kino, in jeder Hinsicht. Fetter Sound, gut durchdachte Songs und große Fertigkeit an den Instrumenten.

Dass North From Here noch nicht überregional bekannt sind und Erfolge feiern ist mir ein Rätsel. Wir haben im Saarland viele Bands, darunter auch viele talentierte aber die Zahl derer, die ihr Debut mit sonem Brett feiern, ist eher klein. Das hat definitiv Erfolgspotential und sollte dringend verbreitet werden. Für Fans von Melodic Death Metal ein Muss.

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Demonic Token

  1. Futro
  2. Breaking Dawn
  3. Payback
  4. Burning Beyond
  5. One more Lie
  6. Beyond Horizon
  7. North from Here
  8. Demonic Token

Das Album ist für 10€ + 2€ Versand per Mail an nfh@northfromhere.com zu kriegen. Kaufen!

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Schon 4 Tage alt, aber deswegen nicht weniger ernüchternd ist das Review zum diesjährigen SUMS von metal.de. Vorab muss man sagen, der Mann hat Eier, immerhin sagt er, was er denkt. Für mich indes kaum verständlich, wie jemand mit derartigem Hang zum Erbsenzählen auf ein solches Review losgelassen wird. Da muss man jetzt einfach mal die Fahne für das Heimatbundesland hochhalten!

Immer wieder liest man, der Sound sei dünn, die Produktion nicht fett genug, grob gesagt es fehlt Schmackes. Songwriting ist nichts, highlightlos, lalala. Tatsache ist, es ist doch ein Underground Sampler. Das ist kaum gleichzusetzen mit einem Roadrunner United-Epos oder ähnlichen Compilations großer Bands (Ich will hier keiner Band unterstellen, dass sie weniger wert sei als das ;) ). Aber man muss aufm Boden der Tatsachen bleiben. Für viele Bands ist oft die Produktion eines einzelnen Songs in brauchbarer Qualität für den SUMS schon ein Gewaltakt, denn nicht jeder hat die Mittel, das professionell zu machen und es kennt ja auch nicht jeder einen Hobbytontechniker mit Heimstudio, der dann zufällig noch den Sound von Heaven Shall Burn auf der Platte hat. Underground ist nunmal Underground. Und das ist auch gut so. Gemeinhin muss man sagen, hat sich der Sound des SUMS in den letzten Jahren stetig verbessert und die Platte ist ein echter Mehrwert geworden. Trotzdem sollte man nicht zuviel davon erwarten.

Im Weiteren gewann ich während des Lesens den Eindruck, der Schreiber ist ein wenig festgefahren in der Death- und Blackmetal-Schiene und den 80er Jahren. Will ihm keiner nehmen, aber es entstehen kaum qualifizierte Reviews über Sampler, die von Progressive-Rock bis Blackmetal reichen, wenn der Schreiber sich dem nicht öffnet.

Letzten Endes bleibt zu sagen: Klar, man sollte ehrlich sein und seine Meinung klar vertreten. Andererseits darf man gerade bei Underground Samplern nicht vergessen, woher sie kommen und was sie repräsentieren: Den Underground. Gerade im Saarland ist das eine vielschichtige Masse an Musikern und Bands, die sich zum Glück jedes Jahr wieder auf dem SUMS vereinen. Bands wie Joker’s Drive, Heralder und Icon, die seit Jahren dabei sind und damit auch deutlich machen, wo sie herkommen (nämlich aus dem besten Bundesland der Welt ;) ), geben dem Sampler ihre Stimme und ihren Sound und damit seine Identität als regionales Kulturgut, das zumindest für mich in der Szene nicht mehr wegzudenken ist. Jemand, der nicht hier lebt und in der Szene nicht beheimatet ist, kann das nicht verstehen, ist dem vielleicht auch einfach über. Was zählt ist, dass wir das gute Stück zu schätzen wissen und dass er auch jedes Jahr brav erscheint.

Auch wenn das nun ein Pamphlet zum Pamphlet war, muss es doch mal gesagt werden. Letzten Endes auch für die Bands auf dem Sampler ein Aufruf, Instanzen wie metal.de nicht zu ernst zu nehmen. Nur ein bisschen ;)

Die besten Worte zur Beschreibung des Reviews liefert der Autor selbst. Für mich, ganz klar:

Verzichtbar

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17. Juli 2010 | Saturday Night Summer-Rockparty » Devils Place Eventhouse
Bands: State of the Art, Bitter Atonement & Maloik
Eintritt: 6€

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Leider kamen wir erst gegen 23 Uhr im Devils Place an, womit uns State of the Art komplett entging. Daher werden hier erstmal nur Bitter Atonement und Maloik gereviewt. Hoffentlich bekomme ich noch Gelegenheit, State of the Art mal zu sehen.

Bitter Atonement

Bitter Atonement haben wir leider nicht ganz von Anfang gesehen, wir kamen glaube ich mitten im zweiten Song. Erster Eindruck war: “Wow. Devils Place, 7 Leute auf der Bühne. Platzproblem!” Wir kannten das ja von Inner Riot – wir sind auch zu siebt und mussten ein wenig kämpfen um da unterzukommen. Mit den drei Vokalisten vor der Bühne wurde das aber ziemlich gut gelöst. Der Raum war ziemlich voll, die Stimmung war gut.

Nächster Überraschungsmoment: 2 von den Vokalisten waren Frauen. Eine davon sang jedoch nicht. Mit ziemlich mächtigen Growls untermalte eine der Sängeringen den starken Cleangesang der anderen, oder auch mal die Screams des Sängers. Nochmal “Wow”. Hat mich eiskalt erwischt, aber voll überzeugt. Man zieht direkt Parallelen zu Arch Enemy’s Angela Gossow – auch wegen der äußerlichen Ähnlichkeit der beiden Frauen. Vor allem aber wegen der Stimmgewalt. Knüppeldick auf die Fresse.

Der klare Gesang erinnerte ziemlich stark an Doro Pesch: Kraftvoll, mit gut Schmackes auf den Stimmbändern und doch sehr klar und auch sicher bei langen und hellen Tönen. Mit den Growls der anderen Lady eine gewaltige Mischung, bei der einem auch wieder Assoziationen zu Bands wie Haggard, Sirenia und Theatre of Tragedy ins Hirn schießen.

Der einzige Mann am Mikro hat mit langen, gemeinen Screams und tiefen Growls auch absolut überzeugt. Für mich ne absolute Topstimme mit viel Potential.

Musikalisch fahren Bitter Atonement, wie sie selbst sagen, in progressiven Melodic Death Metal Gewässern. Epische Samples gepaart mit schnellen Licks und harten Riffs, die zum Moschen einladen, tun ihr Übriges, um das Gesangstrio in Szene zu setzen. Man hat den Eindruck, sich in einer spannenden Geschichte zu befinden, die die 7 Jungs und Mädels vortragen.

Das scheinbar erste Konzert der Band war für mich eindeutig das Highlight des Abends, da ich damit einfach nicht gerechnet hätte. Ich hab mich im Vorfeld nicht über die Bands des Abends informiert und kam eigentlich nur, um Maloik zu sehen. Bitter Atonement haben ihr Bühnendebut jedenfalls mit wehenden Fahnen gemeistert und eine sympathische Atmosphäre geschaffen, die zum Mitmachen und Bangen einlud. Der einzige Wehrmutstropfen an dem Abend war allerdings, dass es noch keine CD zu kaufen gab. Bitte schnell nachholen, wir warten schon ;)

Maloik

Maloik war der Beweggrund für mich, gestern das Devils Place aufzusuchen. Jens, der Sänger, ist der Gesangslehrer meine Frau und wir wollten einfach mal sehen, was hinter Maloik steckt. Für mich ist die Band ein Beweis dafür, dass Aufnahmen auf Myspace oder CD keine Aussage über die Qualität einer Band machen. Für gewöhnlich bin ich kein Anhänger des old-school Heavy Metal, lasse mich aber gerne überzeugen. Die Songs auf Myspace habens nicht wirklich rumgerissen, aber nicht wegen der Songs an sich, sondern weil einfach Schmackes fehlt. Live zeichnet sich da ein ganz anderes Bild ab. Die vier Jungs mit dem wahrscheinlich jüngsten Schlagzeuger “ever” (15 Jahre alt, habe ich mir sagen lassen) hatten nen Hammersound. Das Umbauen hat gefühlte 5 Minuten gedauert, was für mich ein großer Pluspunkt ist – Maloik kamen direkt zur Sache, was für den Zuschauer einfach angenehm ist.

Man hat ihnen angemerkt, dass sie das nicht zum ersten Mal machen und auch Bock haben. Es war ja schon fast 00 Uhr, die Zuschauermenge hatte sich nach Bitter Atonement etwas gelichtet, aber Maloik haben dennoch Gas gegeben. Was ihnen sehr zum Vorteil gereichte, denn die groovenden Songs haben nach und nach immer mehr Leute in den Raum getrieben und zum Headbangen veranlasst. Auch hier wurde mit Samples gearbeitet – diesmal auch mit Gesangssamples, die Sänger Jens unterstützten oder untermalten. Was mir im Gedächtnis blieb, waren der Song “Holy Law” (bitte korrigiert mich, wenn er anders heißt :) ) und “Otherworld”, die beide direkt zum Mitsingen einluden und ein Klangfeuerwerk vom Feinsten losließen.

Allen Vieren hat man angemerkt, dass sie ihre Instrumente blind beherrschen. Ganz besonders muss man einfach den Schlagzeuger herausheben. Man kann sagen was man will, aber für 15 Jahre, wenn er denn wirklich so alt ist, war das eine meisterhafte Leistung. Da hat man sich direkt wohlgefühlt. Gut durchdachte Songs mit typischen Heavy Metal Riffs und schnellen Solos, untermalt von starkem Gesang und mächtigen Samples. Was den Gesang angeht, ist zu erwähnen, dass der Sänger immer mal wieder in lange, sehr helle Tonlagen umgeschlagen ist, gefolgt von Growls und Screams und dann direkt wieder in die für die Songs normalen Tonlagen zurück. Absolut mächtige Performance.

Ich hoffe indes, dass dem Bassisten inzwischen weder Schweiß noch Kalk die Sicht behindern und dass mir in nächster Zeit mal das ganze Album von Maloik vorliegt. Beim nächsten Konzert am kommenden Freitag bin ich wohl wieder dabei, diesmal vielleicht mit mehr Akku für die Cam :) Lohnt sich auf jeden Fall.

Wie eingangs erwähnt spiegeln aufgenommene Songs oft nicht wieder, was eine Band wirklich kann. Das soll jetzt nicht negativ aufgefasst werden, denn Maloik haben live mehr als überzeugt und auch mir, als jemand der eigentlich eher auf härtere Sachen steht, sehr viel Spaß gemacht. Und meiner bescheidenen Meinung nach zählt es weit mehr, live zu überzeugen und selbst Spaß zu haben, als ebendies nur auf Platte zu tun. So geschehen Anno Domini 2010, am gestrigen Samstag dem 17. Juli.

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[box type=info]Dies ist ein Gastbeitrag von Sven Klein (htrd Grfx), der das vorgestern zu Ende gegangene Rock am Bach Festival 2010 resümiert. [/box]

Donnerstag

Angekommen abends zwischen 21.00 Uhr und 21.30 Uhr waren auch schon die ersten vier Euro fällig, die nicht angekündigt waren, fürs Parken auf dem Festivalparkplatz aber erforderlich. Nach kurzer Schlepptour zu dem Campinggelände war dort schon ordentlich was los, war ja aber auch seit 16 Uhr geöffnet. Ein paar gute Campingstellen waren dennoch abzugreifen. In ordentlicher Festival-Camping-Manier fand man dann auch schnell sympathische Leute zum Dazugesellen um ein paar Bier zu zischen und den ein oder anderen Schnaps gabs dann auch.

Freitag

Nachdem die erste Nacht rumgebracht war und der Besuch des nahegelegenen Schwimmbads wegen Katzenbefall im Schädel ins Wasser fiel (welch wortgewandtes Sprachspektakel!), standen am Freitag dann die ersten neun von insgesamt 18 Bands an. Trotz des warmen Wetters konnten sich dennoch auch schon mittags einige Festivalbesucher breitschlagen sich in die Festivalarea zu begeben, die nach einem kurzen Marsch recht schnell erreicht war. Nach ein paar Verkaufsständen von Schmuck, Shirts, Schuhen etc. und den restlichen gewohnten Ständen, gab es auch Außergewöhnlichere Dinge wie ein Überschlagssimulator beim Stand vom ADAC. Aber das Ding drehte sich viel zu langsam um irgendetwas zu realistisch darzustellen (Bullet-Time gibts leider nur in Computerspielen) und außerdem drehte sich sowieso noch Alles von alleine im Kopf. An allem vorbeigelaufen fand man dann die Stage inkl. ausreichend Platz vorne dran auf einem Fußballhartplatz.
Auf der Bühne fand man mittags z.B. The Haunted oder Crowbar, die zu Unrecht im Hellen spielen mussten und auch zu Unrecht nur im Kleingedruckten standen. Für die harten Kerle kamen Converge auf die Bühne, auch eine Band, die man bei einer Gelegenheit nicht verpassen sollte. Headliner des Tages waren zur späterer Stunde WIZO, mit Aufforderung zur Gewalt und Flogging Molly, die mit 80 Minuten die längste Spielzeit bekamen. Immerhin lockten diese sogar Fans an, die komplett grün angemalt/angezogen waren und sich die Zeit bis zum Beginn mit kostenlosen Umarmungen vertrieben.

Samstag

Samstags war es auf Grund des Wetters nur für die Hartgesotteten möglich die Bands am Mittag anzuschauen und viele Anhänger der neumodischen Szene können mit gutem alten Thrash Metal sowieso nichts anfangen. Also war man damit beschäftigt in der Hitze zu überleben und vertrieb sich die Zeit in St. Wendel. Nicht ganz so von schwarz überzogen wie einmal jährlich Wacken, aber unterwegs trifft man doch noch ein paar Festivalbesucher. Doch trotz Hitze begann um 18.15 mit Napalm Death das Pflichtprogramm. Nach den harten Klängen der Engländer kamen Suicidal Tendencies und Sick Of It All. Letztere Band brachte wohl die meiste Stimmung überhaupt auf den Bolzplatz. Die NYHC-Legende brachte immerhin einen Circle-Pit von vor der Bühne bis zu den ersten Essens- und Getränkeständen rund um den Turm zu Stande. Das konnte der Headliner Killswitch Engage danach auch nicht mit der Ansage des größten Circle-Pits “ever” übertrumpfen.

That’s it…

Rückblickend war es, trotz des heißen Wetters ein super Festival auf einer super Location. Immerhin gab es sogar eine stufige Liegewiese von der man die Bands betrachten konnte. Etwas nervig ist das einzutauschende RaB-Geld, das man benötigt um sich vor Ort Getränke und Nahrung zu besorgen. Mit einem Kurs von 1 € = 1,20 RaB und dem Vor-/Nachteil, je mehr man kauft, desto besser ist der Kurs, verliert man schnell die Laune an den Ständen Getränke zu kaufen. Zumal es noch Pfand auf Einwegplastikbecher gibt, um sich die Aufräumarbeiten zu erleichtern. Auch der ein oder andere weitere Punkt könnte für die Besucher angenehmer gestaltet werden, wie z.B. das Duschen. Konnte man an einem Tag mit einem RaB-Geldschein sich Eintritt zur Dusche verschaffen, brauchte man am nächsten Tag einen anderen Bon, für den man nochmal Zuschlag zahlen musste. Beim dritten Mal hatte man sogar teilweise die Gelegenheit ohne jeglichen Bon in die Dusche reinzuhuschen.

Die negativen Punkte sollen aber gewiss ein solches lohnenswertes Festival nicht in den Schatten stellen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, lohnenswert aber ist auch sich ein Frühbucherticket zu holen, denn im Vergleich zum Summerbreeze (66 € inkl. Camping, bei RaB kostet das Camping extra und man kommt auch auf +/- 60 €), kann da mit dem Preis-Leistungsverhältnis nocht nicht alles im grünen Bereich sein. Um nicht mit negativer Kritik zu enden, kommt noch etwas Erfreuliches: SÜßE KATZENBABIES.

[box type=info]Dies ist ein Gastbeitrag von Sven Klein (htrd Grfx), der das vorgestern zu Ende gegangene Rock am Bach Festival 2010 resümiert. [/box]

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